„Produkt vom Anfang bis zum Ende denken“

Auch in Buchverlagen wird Produktmanagement immer wichtiger. Welche Anforderungen Mitarbeiter – und Unternehmen – dabei erfüllen müssen, zeigt Anuschka Albertz, Programm-Chefin im Ravensburger Buchverlag.

Anuschka Albertz (Ravensburger Buchverlag)

Anuschka Albertz ist Referentin beim „HR Future Day“ der Akademie der Deutschen Medien und Bommersheim Consulting am 17. März in München. Hier weitere Infos zur Veranstaltung. Ihr Vortragstitel auf der Konferenz: „Neues Produktmanagement braucht neue Skills – Führung und Personalentwicklung für Innovation im Buchverlag“.

Wenn ein Buchverlag neue Arbeitsprozesse vereinbart und aus Lektorat Produktmanagement wird: Was verändert sich im Anforderungsprofil der Mitarbeiter?
Anuschka Albertz: Das Aufgabenprofil hat sich nicht komplett geändert. Wir machen nach wie vor Bücher. Aber grundsätzlich gilt, dass wir uns systematischer mit dem Markt und unseren Zielgruppen beschäftigen und hier eine Vielzahl an neuen Analysetools eingeführt haben. Da Produktmanagement heißt, ein Produkt immer vom Anfang bis zum Ende zu denken, also zu fragen „Wer kauft das Buch, wo, wann und zu welchem Preis?“, arbeiten wir inzwischen von Anfang an sehr viel vernetzter zwischen den Abteilungen Redaktion, Marketing und Vertrieb.

Wie erlangen Ihre jetzigen Mitarbeiter diese neuen Kompetenzen?
Wir haben einige externe und viele interne Schulungen durchgeführt. Aber das Wichtigste ist, einfach zu machen, die Analysetools und das methodische Vorgehen an konkreten Beispielen auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln.

Was heißt das für Sie als Chefin, aber auch für Ihre anderen Führungskräfte?
Die Führungskräfte und ich haben in den vergangenen Jahren viel gelernt, sowohl fachlich als auch darin, einen Change-Prozess zu führen, der ja keineswegs nur die Redaktionen betrifft, sondern alle Abteilungen des Verlages. Hier braucht man Geduld und Ausdauer und darf das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Der größte Schritt war, den neuen Prozess ins Leben zu bringen. Was auch heißt, dass er immer wieder reflektiert und in Teilen angepasst werden muss.

Aus Ihrer Perspektive: Ist Produktmanagement in allen Verlagen einführbar oder entspricht es den speziellen Anforderungen von Ravensburger?
Beim Ravensburger Buchverlag lag dieser Schritt sicher nahe, zum einen durch das besondere Programmprofil, zum anderen durch die Nähe zum Ravensburger Spieleverlag, der bereits seit vielen Jahren eine sehr erfolgreich arbeitende Produktmanagement-Organisation hat. Meiner Meinung nach muss sich aber jeder Verlag dem Thema Produktmanagement so nähern, wie es zum Portfolio und zur Kultur des Hauses passt.

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