Marianne Beutler über die Gründung der Buchhandlung Buchzeichen

Buchhandlung Buchzeichen ist als Genossenschaft entstanden.

Im Züricher Vorort Egg ist mit Buchzeichen eine neue Buchhandlung entstanden. buchreport hat Geschäftsleiterin Marianne Beutler nach dem Konzept und ersten Erfahrungen befragt.

In der heutigen Krisenzeit für Bücher schließen viele Buchhandlungen. Warum haben Sie sich zu einer Neueröffnung entschieden?

Sehr viele Bewohner unseres Dorfes waren begeistert von unserem Plan die im letzten Juli schließende Buchhandlung zu ersetzen. Wir konnten ein geeignetes Ladenlokal in bester Lage in Egg mieten und Beispiele von einigen neu eröffneten, kleineren und innovativen Buchhandlungen motivierten uns den Versuch zu wagen. Die begeisterte Aufnahme unseres Projektes in der Egger Bevölkerung hat uns viel Auftrieb gegeben.

Sie haben sich als Genossenschaft organisiert. Wie schnell konnten Sie Teilhaber gewinnen?

Innerhalb von wenigen Wochen haben über 100 Personen zwei Drittel des benötigten Genossenschaftskapital gezeichnet. Bis dato zählen wir 150 Genossenschafter und 85% des benötigten Kapitals ist gezeichnet.

Welche Schwierigkeiten sind Ihnen bei der Gründung begegnet?

Genossenschaft und Laden in vier Monaten von Null auf Bereit zu bringen, war eine Herausforderung, aber echte Hürden gab es eigentlich nicht. Beim Planen und Umsetzen hatten wir großes Glück: eine Gruppe von zehn Leuten, die sich enorm eingesetzt und gut zusammengearbeitet hat, ein geeignetes Ladenlokal, eine geniale Szenografin, die unsere Ladenidee in einer Super-Ladeneinrichtung umsetzte, effizient und gut arbeitende Handwerker und Ladenbauer.

Kein kleines Aber?

Der Betrieb gestaltet sich arbeitsintensiver als erwartet, da wir für unseren Laden alles neu „erfinden“ mussten: Backoffice, Einkauf, Warenbewirtschaftung, Sortiment, Marketing, Präsentation.

Wie gestaltet sich Ihr Sortiment?

Wir haben ein breites Sortiment mit Schwerpunkt Belletristik und Kinder- und Jugendbücher. Dazu viele Sachbücher und was nicht fehlen darf – Krimis. Da es in unserer Gemeinde keine Papeterie gibt, bieten wir hochwertige Glückwunschkarten an sowie kleine Geschenke und Spiele.

Wie ist der Einstieg gelungen?

Die ersten 100 Tage sind vorbei und wir sind sehr zufrieden mit dem Umsatz und der Resonanz. Es kommen täglich neue Kunden und ein oft gehörtes Kompliment ist: Die Buchhandlung ist so ansprechend gemütlich, ich komme einfach gern hierher. Auch das Bücherschmökern im Lehnsessel mit einem Kaffee wird sehr geschätzt.

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