»Organisationskultur ist entscheidend beim digitalen Wandel«

Die Digitalisierung haben fast alle Firmen auf der Agenda, doch jenseits der Phrasendrescherei passiert oft nicht viel, meint Robert Franken. Bei der Transformation herrsche nämlich häufig ein Missverständnis vor, erklärt der Berater und Referent beim „HR Future Day“ im HR-Channel von buchreport.

hr-future-dayRobert Franken, ehemaliger Geschäftsführer urbia.de (Eltern-Plattform) und Chefkoch.de (Rezepte-Plattform), ist Berater für digitale Transformation und organisationalen Wandel. Franken (hier weitere Infos) ist Referent auf der Personalentwicklungs-Konferenz „HR Future Day“ am 17. März in der Akademie der Deutschen Medien in München (hier weitere Infos, hier die Anmeldung). Sein Thema: „Employer Reputation – Die Arbeitgeber(marke) im Digitalen Wandel“.

Die Konferenz wird seit Jahren von der Akademie in Kooperation mit Bommersheim Consulting organisiert, auch Partner des HR-Channels von buchreport.


Sie haben vor einigen Monaten einen sehr pessimistischen Blick auf die digitale Firmen- bzw Arbeitskultur in Deutschland geworfen. Da heißt es u.a., dass allzu oft „männliche Mittfünfziger in den Chefetagen der Konzerne und auf den Podien der Lobbyverbände Phrasen dreschen“. Hoffen auf einen System-Upgrade per Generationswechsel an der Spitze?

robert_frankenRobert Franken: Das war natürlich ein wenig polemisch formuliert. Ich stelle aber schon fest, dass in Bezug auf die Digitalisierung häufig ein Missverständnis vorherrscht. Die Unternehmen beschäftigen sich zu sehr mit dem „Was“ einer digitalen Transformation und verlieren dabei das „Wie“ aus dem Blick. Dabei ist die Organisationskultur entscheidend für das Gelingen des digitalen Wandels. Wir können es uns dabei auch nicht leisten, auf Zeit zu spielen. Lediglich zu warten, bis sich gewisse Probleme von alleine lösen, ist keine Lösung. UnternehmerInnen müssen ihre MitarbeiterInnen in die Lage versetzen, sich der Digitalisierung überhaupt stellen zu können. Letztere ist nämlich nicht das Ziel, sondern Mittel zum Zweck, also zur Erreichung der individuellen Unternehmensziele.

Was sind grundsätzlich die neuen Herausforderungen im Management angesichts der Digitalisierung der Wirtschaft?
Franken: Man muss vor allem eine Menge Unsicherheit und Unberechenbarkeit aushalten. Nicht umsonst sprechen alle von VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity). In diesem Zusammenhang wird Leadership zur Schlüsselqualifikation. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung liegt die Herausforderung vor allem darin, den Wandel selbst mit berechenbaren Parametern auszustatten, während die Sachebene rund um Produkte und Dienstleistungen häufig ohne diese Berechenbarkeit auskommen muss.

Sie haben mehrfach beklagt, dass in vielen Firmen Frauenförderung nur Unternehmens-PR sei („purple-washing“). Wie sieht es diesbezüglich bei Medienhäusern aus?
Franken: Medienhäuser haben traditionell schon einen höheren Frauenanteil an der Belegschaft als andere Industrien. Man könnte also annehmen, dass dies automatisch zu mehr Frauen in Führung geführt haben müsste. Dem ist aber leider nicht so. „Seeing is believing“, heißt hier das Motto. Wir müssen auch neue Bilder und neue Narrative schaffen, damit sich hier Entscheidendes bewegt. Und dazu wiederum sind gerade die Medien prädestiniert.

Hier finden Sie weitere Beiträge aus dem HR-Channel von buchreport.

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