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Armin Gmeiner: „2017 wird kein leichtes Jahr“

Armin Gmeiner (52) hat 1986 den Gmeiner Verlag im oberschwäbischen Meßkirch gegründet. Publiziert werden Kriminalromane, aber auch historische Romane, Bildbände, Ratgeber, Reiseführer und Stadtportraits. Im Börsenverein engagiert er sich im Sprecherteam der IG unabhängige Verlage und im Verleger-Ausschuss (Foto: Christian Gmeiner).

In der sich transformierenden Branche müssen sich die kleineren Verlage doppelt anstrengen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ressourcen und Budgets sind überschaubar, die Herausforderungen groß. Die Folgen des VG-Wort-Urteils und die Veränderungen im stationären Buchhandel setzen die Garanten für Vielfalt stark unter Druck. „2017 wird kein leichtes Jahr“, prognostiziert Armin Gmeiner, Verleger des Gmeiner Verlags und Mitglied im Sprecherkreis der IG unabhängige Verlage im Börsenverein. Im Gespräch mit buchreport akzentuiert er aber auch die besonderen Stärken der kleineren Verlage, die sich mit Kreativität und Flexibilität in der Branche behaupten.

 

2016 wird in vielen Gesprächen als „Annus horribilis“ etikettiert, weil die Buchbranche an vielen Stellen unter Druck steht. Wie dramatisch ist die Lage bei den unabhängigen Verlagen?

Sie sind besonders betroffen, die einen weniger, die anderen stärker. Das VG-Wort-Urteil und die Folgen, die sich daraus ergeben, treffen gerade kleinere Verlage, die scharf rechnen müssen, sehr hart. Hinzu kommen die strukturellen Veränderungen im stationären Handel und der Umgang großer Handelspartner mit kleineren Verlagen, der es ihnen nicht einfacher macht. 2017 wird kein leichtes Jahr.

Autoren können Ansprüche auf VG-Wort-Ausschüttungen anonym an Verlage abtreten. Ist jetzt nicht erst einmal Aufatmen angesagt?

Es kommt darauf an, wie viele Autoren das tatsächlich tun. Das Verfahren kann wesentlich entspannter und einfacher abgewickelt werden. Mit der Ende November getroffenen Entscheidung der außerordentlichen Mitgliederversammlung der VG Wort ist ein Aufschub der Zahlungen verbunden, die nun erst im kommenden Jahr fällig werden. Das ist ein positiver Begleiteffekt, weil viele Verlage gerade zum Jahreswechsel große Druckproduktionen und Rechnungen mit entsprechenden Kosten offen haben. ...

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