Metadaten enthalten (zu) viel Interpretationsspielraum

Viele Verlage haben in letzter Zeit an ihren Metadaten gearbeitet, auch motiviert durch die Kalkulation des Verzeichnisses lieferbarer Bücher (VLB), das vorhandene Metadaten mit günstigeren Konditionen belohnt. Allerdings zeigt sich, dass Verlage bei der Vergabe von Metadaten unterschiedlich vorgehen und dass auch der Handel die Metadaten uneinheitlich verarbeitet.

Der Standard ONIX für den Metadatenaustausch lasse in der konkreten Implementierung beinahe so viele Spielräume wie ein gutes Buch der Phantasie des Lesers, versucht der Berater Herbert Barkmann (Barkmann Software & Services) der Branche die Interpretationslage mit einem Vergleich nahe zu bringen.

Umfrage soll die Bandbreite klären

Barkmann und Beraterkollege Michael Schmid, ehemals Vertriebsleiter bei Schäffer-Poeschel/J.B. Metzler, wollen nun eine Studie zur unterschiedlichen Behandlung und Auswertung der Informationen in der Metadaten-Verwertungskette vorlegen: „Ziel ist es, genauer zu verstehen, welche Informationen in welcher Art und Weise an welche Empfänger zu liefern sind, damit das Verlagsangebot beim jeweiligen Endpunkt in optimaler Weise gefunden und präsentiert wird.“

Die Durchführung der Studie ist für das erste Halbjahr 2017 geplant. Anfangs des Jahres sollen Kataloge und Shops angesprochen werden, um ihren Umgang mit den erhaltenen Metadaten in einem detaillierten Fragebogen zu dokumentieren. Gleichzeitig ist geplant, die Kataloge daraufhin auszuwerten, welche Informationen sie konkret weitergeben und inwieweit diese aus den Quellen bzw. aus eigener redaktioneller Arbeit oder automatisierter Anreicherung entstehen.

Kontakt zu den Autoren via metadatenstudie@onixtools.de

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