Bastei Lübbe: Dämpfer für den Vorstand

Kommt Bastei Lübbe wieder in ruhiges Fahrwasser? Die Hauptversammlung des börsennotierten Verlags wählte gestern einen neuen Aufsichtsrat. Vorstand und Aufsichtsrat wurden lediglich mit knapper Mehrheit entlastet. Für die Vorstände Thomas Schierack und Klaus Kluge wird es nicht einfacher werden: Großaktionärin Birgit Lübbe, sie hält 33% der Anteile, enthielt sich bei den Abstimmungen.

Vorstandschef Thomas Schierack läutete das Aktionärstreffen mit einem Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/2016 ein. Eine Revue mit Teilstücken auf der Rüttelstrecke: Das Unternehmen musste den Ende Juni veröffentlichten Konzernabschluss 2015/2016 ändern und die britische Blue Sky Tech Ventures inklusive der darunter gebündelten Beteiligungen rückwirkend voll konsolidieren, nachdem die Wirtschaftsprüfer von KPMG zu einer neuen Einschätzung kamen. Anfang August hatte der Aufsichtsrat von Bastei Lübbe seinen Rückzug angekündigt, nachdem die „WirtschaftsWoche“ der Unternehmensführung „fragwürdige Deals“ und eine kreative Bilanzierung“ vorgeworfen hatte. Anwürfe, die von Bastei Lübbe als haltlos zurückgewiesen wurden.

„Es war kein leichtes Jahr für uns, aber wir sind nun gut aufgestellt, haben die richtige Strategie und gute Produkte. Und dies werden wir auch in den Ergebnissen der nächsten Jahre sehen“, beteuerte Schierack vor den Aktionären. Die hatten gleichwohl viele Fragen im Gepäck, lediglich 60% stimmten am Ende für die Entlastung des Vorstands. Ein ähnliches Ergebnis (59%) gab es beim Votum für die Entlastung der zurückgetretenen Aufsichtsräte Friedrich Wehrle, Michael Nelles und Gordian Hasselblatt.

Zu neuen Aufsichtsräten wurden Robert Stein, Geschäftsführer der Arcana Capital GmbH, Friedrich L. Ekey, Professor für Wirtschaftsrecht an der Rheinischen Fachhochschule in Köln und Mirko Alexander Caspar, Managing Director Mister Spex, gewählt. Stein soll Vorsitzender des Gremiums werden.

Im Gefolge der positiven Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 gibt es für die Aktionäre eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie. Von dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von rund 2,5 Mio Euro zahlt die Gesellschaft damit insgesamt 1,3 Mio Euro an die Anteilseigner aus.

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