„President Pussygrabber” – wie die Buchbranche auf die Trump-Wahl reagiert

„President Pussygrabber” – wie die Buchbranche auf die Trump-Wahl reagiert

„Winter Is Coming“, mit diesem Zitat aus seinen Büchern hat der Autor George R.R. Martin den Sieg von Donald Trump kommentiert. Uni sono haben viele Vertreter der Buchbranche kritisch auf die Wahl des nächsten US-Präsidenten reagiert. buchreport.de sammelt Stimmen.

„President Pussygrabber” hat George R.R. Martin in seinem Blog seinen Kommentar zur Wahl überschrieben. Trump sei der „am wenigsten qualifizierte Kandidat, der jemals von einer großen Partei für eine Wahl aufgestellt wurde.“

Martin Trump

Der „Bookseller“ fasst Meinungen aus der britischen Buchbranche zusammen:

Demnach hat der Chef von Hachette UK, Tim Hely Hutchinson, gefordert, dass der „Kampf für Freundlichkeit und Toleranz“ fortgesetzt werden müsse.

Neben Stephen Page (Faber) befürchtet auch Waterstones-Boss James Daunt, dass die Verunsicherung auf den Märkten durch den Brexit jetzt noch einmal zunehme und der Buchhandel dies zu spüren bekommen werde. Er sei bestürzt angesichts des Wahlergebnisses.

Andrew Franklin (Profile Books) sieht sogar die Gefahr einer weltweiten Rezession; die Ausgaben der Verbraucher würden sinken, die Lust auf Bücher ebenso abnehmen. „Trump ist eine böse Macht, er ist ein Frauenhasser, ein Rassist.. er ist einfach nur schlecht.“

Die Agentin Diane Banks – seinerzeit für den Brexit – zeigte sich laut „Bookseller“ ebenfalls schockiert, sie rechnet allerdings kurzfristig mit einer gestiegenen Nachfrage nach Büchern, mit denen die Trump-Debatte fortgesetzt werde. Hier eine Auswahl deutscher Titel.

Der Autor Alan Gibbons warnt vor einer Privatisierungswelle, die neben Museen und Gallerien auch Bibliotheken in eine Krise stürzen könne.

Auch Autorin-Kollegin Francesca Simon ist alarmiert. Dies sei „der schlimmste Horrorfilm überhaupt“.

Ähnlich drastisch die Einschätzung von Stephen King, der die Entscheidung die „übelste Wahl seit Menschengedenken“ nennt. Er taucher jetzt erstmal ab, „keine Buchempfehlungen, politische Kommentare, nette Hundefotos in naher Zukunft mehr“.

Karla Paul (Edel, Buchkolumne) hat begeistert ein Schaufenster von Hugendubel in Hamburg fotografiert:

Geekwire geht der Frage nach, was die Wahl für Amazon bedeutet. Hintergrund: Trump hatte mehrfach angedeutet, dass dem Onliner im Falle seines Sieges neue kartellrechtliche Untersuchungen blühten („Amazon is controlling so much of what they’re doing“). Worauf Amazon-Chef Jeff Bezos erklärte, er werde Trump einen Platz in seiner Blue Origin-Rakete reservieren.

Welche Auswirkungen hat die Wahl aus Ihrer Sicht für die (Buch-)Wirtschaft? Bitte nutzen Sie unsere Kommentarfunktion.

Kommentare

2 Kommentare zu "„President Pussygrabber” – wie die Buchbranche auf die Trump-Wahl reagiert"

  1. LiveJournal ist eine Bloganbieterseite. Genau wie zum Beispiel Blogspot. Also nennt GRRM seinen Blog nicht LiveJournal, sondern nutzt nur dessen Dienste.

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