Schwache Mitarbeiter – kündigen oder was?!

Ihre Mitarbeiter sind nicht motiviert und leisten nur Dienst nach Vorschrift? Sie wissen nicht, wie Sie als Führungskraft mit dieser Situation umgehen sollen? Leider gibt es hierfür keine allgemeingültige Herangehensweise, denn jeder Mensch tickt anders. Doch mit den richtigen Methoden und Kompetenzen werden Sie diesen schwierigen Teil der Mitarbeiterführung erfolgreich meistern.

 

Demotivation von Mitarbeitern abstellen bei pubiz.deDer vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup veröffentlichte Engagement Index 2015 zeigt, dass 16% der Angestellten sich nicht mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können und innerlich bereits gekündigt haben. Diese mangelnde emotionale Bindung führt zu immens hohen Kosten auf Seiten der Unternehmen.

Die Kosten innerer Kündigungen

Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup, begründet das damit, dass Mitarbeiter ohne emotionale Bindung viele Fehlzeiten aufweisen, ganz im Gegensatz zu den Kollegen mit einer hohen inneren Bindung. Außerdem bleiben sie ihrem Arbeitgeber weniger lang treu und neigen weniger dazu, die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens weiterzuempfehlen.

„Emotional hoch gebundene Mitarbeiter zeichnen sich durch eine Reihe von Verhaltensweisen aus, die die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen unterstützen.“ (Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup)

Demotivation kommt auf leisen Füßen!

Die Demotivation eines Mitarbeiters tritt nicht plötzlich auf – sie ist ein schleichender Prozess: Erkennen Sie die Symptome frühzeitig! Ein Abfall der Leistung tritt meist dann auf, wenn mehrere Probleme zusammenkommen. Die Ursachen hierfür können etwa in fachlicher Überforderung, Schwierigkeiten mit Kollegen oder dem Vorgesetzten, gesundheitlichen oder familiären Problemen liegen.

Kritikgespräch: richtig fragen und fordern

Sie als Führungskraft sollten in einer solchen Situation das Gespräch mit Ihrem Mitarbeiter suchen. Nur so können Sie mögliche Ursachen der Demotivation erkennen und dementsprechend gegensteuern. Hierbei ist meist eine Mischung aus Konfrontation und Unterstützung erfolgreich. Reiner Druck bringt ebenso wenig wie reines Verständnis.

Im Mitarbeitergespräch versuchen Sie herauszufinden, ob der Mitarbeiter aufgrund äußerer Umstände nicht arbeiten kann oder ob er nicht arbeiten will.

Erwartungen und Ziele klarstellen

Zusätzlich fragen Sie Ihren Mitarbeiter nach seinen konkreten Aufgaben. Denn wenn ein Mitarbeiter nicht weiß, was von ihm erwartet wird, kann er den Erwartungen auch nicht gerecht werden. Teilen Sie Ihrem Mitarbeiter mit, welche Leistungen Sie erwarten. Im nächsten Schritt kann dann geklärt werden, was genau er dazu braucht.

Motivation geht vor Kündigung

Mitarbeiter, die weniger oder schlechter arbeiten als ihre Kollegen, kosten eine Menge Geld, schaden dadurch der Firma und stören das Betriebsklima. Unternehmen brauchen leistungsfähige Mitarbeiter, um wettbewerbsfähig zu sein. Nicht jedes Unternehmen kann sich unmotivierte Mitarbeiter leisten.

Durch Motivation steigt in den meisten Fällen auch die Leistung. Diese muss dabei vom Mitarbeiter ausgehen und kann nicht durch Druck von außen erzeugt werden. Damit erreichen Sie in der Regel sogar das Gegenteil.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es lohnender, frustrierte Mitarbeiter zu motivieren und somit ihre Leistung zu steigern, als neues Personal einzustellen. Aus diesem Grund sollte man untersuchen, was die Ursachen für die Frustration einzelner Teammitglieder ist, um diesen entgegenzuwirken.

Also suchen Sie das Gespräch mit den Mitarbeitern, die Ihrer Meinung nach nur Dienst nach Vorschrift tun. Gehen Sie dabei auch auf diejenigen Angestellten zu, bei denen Sie kleine Anzeichen von Demotivation erkennen können. Ein Gespräch über mögliche Schwierigkeiten kann Wunder bewirken. So können Sie der innerlichen Kündigung von Mitarbeitern entgegenwirken und damit den langfristigen Unternehmenserfolg sichern.

 

Zum Mplusco-Blogbeitrag

Bild: Mplusco

Weitere Artikel zum Thema Personalmanagement finden Sie im HR-Channel von buchreport und Bommersheim Consulting.

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