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Großer Auftritt für den Reformator

Großer Auftritt für den Reformator

Das anstehende 500. Reformationsjubiläum wurde bei der Frankfurter Buchmesse 2016 von den Verlagen groß inszeniert (Foto: buchreport).

 

Am 31. Oktober 2017 wird es 500 Jahre her sein, dass der Augustinermönch Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben soll und damit das Reformationszeitalter einläutete. Um das Jubiläum gebührend zu feiern, ist von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bereits 2008 die sogenannte Lutherdekade ausgerufen worden: Mit jährlich wechselndem Themenschwerpunkt – 2013 etwa „Reformation und Toleranz“ – werden landesweit Ausstellungen, Konzerte und Tagungen veranstaltet.

Anders als zur Zeit der Kirchenspaltung stehen die Zeichen zum 500. Reformationsjubiläum auf Verständigung: Eine der großen Auftaktveranstaltungen ist am 31. Oktober 2016 eine gemeinsame Gedenkfeier des Lutherischen Weltbunds und des vatikanischen Einheitsrats im schwedischen Lund sein, zu der auch Papst Franziskus anreist. In Deutschland ist am 11. März 2017 ein Versöhnungsgottesdienst der evangelischen und der katholischen Kirche in Hildesheim geplant.

 

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Kommentare

1 Kommentar zu "Großer Auftritt für den Reformator"

  1. Zu feiern gibt es bei diesem 500-jährigen Gedenken zum Thesenanschlag
    von Martin Luther an die Schloßkirche zu Wittenberg nichts.
    Es ist mehr ein Gedenken.
    Und Martin Luther war auch nicht der Begründer der Ev. Kirche.
    Diese hat sich so, wie sie jetzt ist, in den letzten 500 Jahren
    entwickelt.
    Auch der Buchmarkt wird geradezu überschwemmt mit Büchern zum
    Thema Martin Luther und Reformation.
    Man sollte aber mal die Geschichte, so wie sie war, kritisch
    und auch nüchtern sehen und erkennen.
    Es ist sehr schwer zu verstehen, dass jetzt auf einmal zu einer
    Einheit zwischen der Ev. und der Kath. Kirche gerufen wird.
    Nach wie vor gibt es noch bedeutende Unterschiede und diese sind
    nicht so leicht wegzudenken.
    Es bleibt den nächsten Generationen überlassen, da sinnvolle und
    auch gangbare Wege zu einer möglichen Verständigung in den Fragen
    der Ökumene zwischen diesen beiden großen Kirchen zu suchen und
    auch zu finden.
    Dies jetzt schnell mit der Einheit zu machen, wäre kein guter Weg.
    Man sollte da mehr Vernunft, Einsicht, Geduld und auch eine
    Hoffnung walten lassen.

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