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Wie das Geschäftsmodell des Fachbuchhandels erodiert

Wie das Geschäftsmodell des Fachbuchhandels erodiert

Fachbuchhandel und Zeitschriftenagenturen sind massiv unter Druck: Die Wissenschaftseinrichtungen und ihre Bibliotheken forcieren die Veränderungen im Informationsmarkt durch direkt mit Verlagen ausgehandelte Großlizenzen über digitale Zeitschriften (Foto: http://de.123rf.com/profile_ricul).

Aktuell geht es um die bundesweite Lizenzierung von Angeboten der großen Wissenschaftsverlage Elsevier, Springer Nature und Wiley unter dem Projektnamen „Deal“.

 

Händler: »Das rührt an den Grundfesten unserer Existenz«

Völlig außen vor und vom Informationsfluss abgeschnitten sehen sich dabei die Fachbuchhändler und Agenturen. Sie haben einen offenen Brandbrief an Verlage und Bibliotheken geschrieben (s. hier die Originalmeldung). Kernaussagen des offenen Briefs:

  • Das Projekt und die Informationspolitik deuteten darauf hin, dass die Bibliotheken und beteiligten Verlage „die Zusammenarbeit mit dem Handel weitgehend aufkündigen wollen“.
  • „Das rührt an den Grundfesten unserer Existenz.“
  • „Wertschöpfende Services“ im Zusammenspiel mit Bibliotheken und Verlagen, „werden langfristig nicht mehr aufrecht zu erhalten sein“.

Die Fachbuchhändler weisen darauf hin, dass sie seit Jahren als Mittler und Dienstleistungen Mehrwerte generierten und die Bibliotheken entlasten. Voraussetzung dafür sei, dass aus dem Verkauf aller Medienformen Deckungsbeiträge erzielt werden können. Bei direkter Lizenzierung der E-Journals sei dies nicht mehr zu leisten.

 

Preise drücken und Open Access forcieren

„Deal“-Projektsprecherin Antje Kellersohn (Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg) bestätigt auf buchreport-Anfrage fortgeschrittene Verhandlungen mit Elsevier für einen bundesweiten Lizenzvertrag ab 2017. Elsevier steht ...

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