HDE fordert mehr Freiraum für stationären Handel

Die Auswirkungen des Online-Handels sind im stationären Geschäft massiv spürbar. Der Einzelhandelsverband HDE sieht die Einzelhandelsläden gegenüber Online-Anbietern durch die Politik benachteiligt. In einem Gespräch mit der „Lebensmittel Zeitung“ (37/2016) haben jetzt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser und Hauptgeschäftsführer Stefan Genth Stellung bezogen. Der stationäre Handel sei unmittelbar von der Digitalisierung betroffen, weshalb vor allem die Politik in den Städten reagieren müsse:

  • Die Infrastruktur in den Städten müsse verbessert werden, um den stationären Handel einfacher erreichen zu können.
  • Um mit der 24-Stunden-Online-Einkaufsmöglichkeiten mithalten zu können, werde eine bundesweite Regelung für Geschäftszeiten gebraucht. Die Änderung müsse auch den Verkauf an Sonntagen umfassen, allerdings ohne den Sonntag zum gewöhnlichen Verkaufstag zu machen.

Der HDE spricht sich aber zugleich gegen schützende Gesetze aus, etwa wenn es darum ginge, Lieferanten vor einer vermeintlich marktbeherrschenden Rolle des Handels zu bewahren. Auch eine Lagerbereinigung unter Einstandspreis solle beispielsweise kein Tabu sein.

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