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»Ein Kulturwandel und radikales Umdenken«

E-Content wird nicht mehr so dynamisch zulegen wie bisher. Verlagsmanager setzen deshalb verstärkt auf eine integrierte Produktion: Crossmediales Arbeiten nutzt die jeweiligen Stärken von Digital und Print.

Wo stehen die Verlage im crossmedialen Publishing? Wenn es jemand „von Amts wegen“ wissen muss, sind es die Hersteller: IT-Einsatz und Outsourcing entlasten sie von Routine-Aufgaben wie Kalkulation, Terminsteuerung oder Gestaltung, dafür wächst ihnen die Rolle des Daten-, Technologie- und Prozess-Managers zu.

Mit Markus Dockhorn (Piper), Petra Michael (Cornelsen) und Gerhard Schlenk (Auer) haben sich drei verantwortliche Verlagshersteller am Rande des 18. CrossMediaForums in München auf Nachfrage von buchreport und dem Management-Portal Pubiz.de zum Stand des crossmedialen Publizierens erklärt. Sie repräsentieren die Sparten Publikumsverlag, Fachverlag sowie Bildungsverlag und eröffnen damit ein umfassendes Panorama über ihren Bereich mit dem Befund: Print hat Zukunft, aber die Rolle digitaler Komponenten wird weiterhin anwachsen:

  • Die digitalen Elemente lassen Print interaktiver, für kleine Zielgruppen adaptiver und damit insgesamt relevanter werden.
  • Sie festigen die Bindung der Verlage an die Zielgruppen – in einer Zeit der Kostenlos-Kultur ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.
  • Cross-Media-Publishing und die Transformation dorthin sind ein ganzheitlicher Vorgang.

Er sprengt die etablierten Bereiche und ist dadurch unbequem. Und: Fast überall erscheint der Bedarf höher als die Einsicht in die Notwendigkeit, crossmedial zu publizieren.

Zunächst die Grundsatzfrage: Warum müssen Verlage crossmedial arbeiten?

  • Markus Dockhorn: Weil die Anzahl der zu bespielenden Kanäle deutlich zugenommen hat und es ist nicht absehbar, welche noch dazukommen werden. Um bei Bedarf entsprechenden Content ohne massiven Mehraufwand bereitstellen zu können, ist ein crossmediales, sprich: ...

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