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Alpen-Buchparadies für belesene Hotelgäste

Verleger wollen, dass der Buchhandel auf hohem Niveau erhalten bleibt. Die buchreport-Serie »Meine Buchhandlung« zeigt beispielhafte Konzepte. Klett-Cotta-Verleger Tom Kraushaar schätzt die Buchhandlung im Schloss Elmau.

2015 war Schloss Elmau als Veranstaltungsort des G7-Gipfels groß in der deutschen Presselandschaft vertreten. Immer wieder hatte es aber auch vorher bereits auf sich aufmerksam gemacht und die Initialzündung für teilweise monatelange Debatten in den Feuilletons gegeben. Ausgangspunkt waren häufig wissenschaftliche Symposien, etwa zu „Wagner im Dritten Reich“ und „Jenseits des Seins“, bei dem der Philosoph Peter Sloterdijk eine Rede mit dem Titel „Regeln für den Menschenpark“ hielt.

Konferenzen für Politiker, Philosophen und Wissenschaftler gehören zum Veranstaltungsprogramm des Luxushotels Schloss Elmau, das in einem Alpental zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald liegt und für ein Zimmer zwischen 160 und 1100 Euro pro Nacht aufruft. Darüber hinaus werden Musiker, Autoren und andere Künstler eingeladen, um das exklusive Publikum zu unterhalten, wenn sie nicht gerade selbst zu den illustren Gästen zählen: Laut SPIEGEL behauptet der Schauspieler Ulrich Matthes, seine Rollen nirgendwo so gut lernen zu können wie in Schloss Elmau. Der Humorist Loriot habe in seinem Stammzimmer jahrzehntelang an seinem Werk getüftelt.

Hotelbetreiber Dietmar Müller-Elmau legt großen Wert auf den kulturellen Teil seines „Cultural Hideaway“. 230 Veranstaltungen finden jährlich im Schloss statt, davon 40 literarische. Neben 4 Bibliotheken gehört auch eine Buchhandlung zum Anwesen. Die Verantwortung für das Literaturprogramm, das nach sehr persönlichen Vorlieben zusammengestellt wird, sowie für die Buchhandlung hat Ingeborg Prager.

 

Belletristik, Sachbuch, Kinderbuch

Angeboten wird laut Prager eine Auswahl an niveauvollen Büchern sowohl im ...

Kommentare

1 Kommentar zu "Alpen-Buchparadies für belesene Hotelgäste"

  1. Jetzt drehte Cotta sich im Grabe um. „Die Buchhändler sind alle des Teufels, für sie muß es eine eigene Hölle geben.“ So wurde er von Goethe beschimpft, der damit die Verleger meinte. Zweifelsohne ist Elmau ein Paradies. Aber: Adam und Eva ist dieses als Normalsterblichen eher verwehrt. Wie ein Verleger (Kraushaar) so etwas dann als mustergültig bezeichnen kann, ist mir schleierhaft. Oder ist Klett-Cotta jetzt „abgefahren“? Oder der Verleger „abgehoben“?

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