Blogger sind frei und offen

ArsEdition hat erstmals zum Bloggertreffen gebeten und unter arsbloggt.de einen eigenen Blog gestartet. Über ihre Arbeit mit den Multiplikatoren im Netz spricht Organisatorin Britta Kierdorf (Foto). 

Welchen Stellenwert haben Blogger in der heutigen Pressearbeit?

Sie spielen eine ähnlich wichtige Vermittlungsrolle wie Journalisten. Man muss allerdings beachten, dass Blogger nicht gleich Blogger ist. Das betrifft die Themenbandbreite und es gibt im Bloggerspektrum sehr unterschiedliche Auffassungen von der Arbeit: Sehen sie sich eher als Fan oder als Journalist? Berichten sie eher subjektiv oder objektiv?

Was macht Blogger so interessant?

Ihre Vielschichtigkeit. Man findet in der Regel in jedem Programmbereich zu jedem Thema verschiedene Blogger, die oft Überzeugungstäter sind. Sie betreiben ihren Blog zwar nebenher, dafür aber mit ganz viel Elan und Eigeninitiative. Außerdem haben sie Interesse daran, zu Bloggertreffen zu kommen, wie wir es jetzt veranstaltet haben. Sie sind am Kontakt interessiert und dadurch für uns gut ansprechbar. Und nicht zu vergessen: In ihrer Berichterstattung sind sie frei und offen, weil sie mit ihrem Blog die Möglichkeit haben, ganz unabhängig zu schreiben.

Können Blogger das Feuilleton ersetzen?

Ein klares Nein. Eine Verschiebung der Berichterstattung ist auch weder der Anspruch der Blogger noch der Verlage. Sie ist vielmehr eine Ergänzung auf dem weiten Feld der Buchbesprechungen. Man muss auch bedenken, dass in den Zeitungen immer weniger Bücher besprochen werden. Blogger haben keine Zeichenbegrenzung und keinen Platzmangel.

Inwieweit verfügen Sie über professionelle Strukturen für Blogger Relations?

Wir haben die Arbeitsprozesse vereinfacht und setzen auf eine softwarebasierte Unterstützung: Wir haben uns bei Netgalley, dem Online-Portal zur Distribution digitaler Leseexemplare, angemeldet und wollen damit einen einfachen Zugang zu unseren Fahnen, PDFs und E-Books bieten. Zudem haben wir mit einem Versandsystem für den Rezensenten-Newsletter aufgestockt.

Warum ein eigener ArsEdition-Blog?

Weil wir nicht nur Dienstleister, sondern auch Überzeugungstäter sind. Uns hat die Idee gefallen, dass wir ebenfalls aktiv werden. So können wir uns in die andere Seite hineinversetzen und wissen, wovon dort geredet wird. Es ist für uns eine Art Tagebuch, eine Dokumentation unserer Treffen und von Ereignissen, die hier im Verlag stattfinden und die über eine Produktplatzierung hinausgehen. Der Blog soll Hintergrundinformationen liefern, die den Verlag präsentieren und in den Fokus stellen.

 

Britta Kierdorf ist bei ArsEdition für die Pressearbeit zuständig. Sie hat kürzlich mit ihrer Kollegin Anna Heubeck unter dem Motto „Bücher für die Jüngsten“ erstmals ein Bloggertreffen veranstaltet. Künftig sollen Blogger zweimal im Jahr zu den Themenbereichen des Verlags (Kinder- und Jugendbuch, Kalender, Geschenkbuch) eingeladen werden.

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