Nicht Frequenz mit Präsenz verwechseln

Denis Scheck ist im deutschen Literaturfernsehen nahezu omnipräsent: Neben „Druckfrisch“ moderiert er auch „Lesenswert“ sowie die Kultursendung „Kunscht!“ – alle künftig allein. Um der Mehrarbeit und den neuen Anforderungen gerecht zu werden, hat Scheck gerade nach 20 Jahren seine Redakteursstelle beim Deutschlandfunk gekündigt, verrät er Frank Hauke-Steller im „Kress“-Interview. 

„Natürlich bedauere ich, dass Felicitas von Lovenberg ins Lager der Verleger gewechselt ist, ich habe sie als Kollegin sehr geschätzt und gern mit ihr im ‚Lesenswert‘-Quartett debattiert und auch gestritten. Das werden wir in Zukunft gewiss auch weiterhin tun, nur eben ohne Fernsehkameras“, kommentiert Scheck von Lovenbergs Ausstieg. „Andererseits ist es natürlich eine phantastische Herausforderung, die ‚Lesenswert‘-Sendungen nun allein zu moderieren.“

Auch das Ausscheiden von Kollege Lars Reichow bei „Kunscht!“ bereitet Scheck keine Sorgen. Er ist höchst motiviert, eigene Akzente zu setzen: „Die Literarisierung der Republik war mir schon immer ein Anliegen, und wenn es Querverbindungen gibt zwischen den wunderbaren Zeichnungen Henri Michauxs, den Buchstabencollagen Herta Müllers, den Gedichtes Markus Lüpertz oder der herrlichen Autobiographie ‚Reiselieder mit böhmischen Quinten‘ eines Hans Werner Henzes, dann werde ich die sicher erwähnen.“

Der 51-Jährige erklärt zugleich, er wolle sich nicht zu wichtig nehmen und seine zahlreichen Auftritte im Fernsehen nicht überbewerten: „Gefährlich lebt, wer Frequenz mit Präsenz verwechselt.“

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