Rüdiger Wenk macht jetzt Tiefbau

Jetzt steht Tiefbau auf der Agenda: Wir die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer gedruckten Ausgabe meldet, hat Rüdiger Wenk als Geschäftsführer der Josef Dickerhoff & Co Bauunternehmung in Haltern am See angedockt. Seine Lesensart-Schmalspur-Buchhandelskette, für die ihm Weltbild 67 defizitäre Filialen überlassen hatte, musste im Juli 2015 Insolvenz anmelden.

Rettung oder Rampe? Gleich nach Bekanntgabe der überraschenden Übernahme von 67 Weltbild-Filialen durch den in der Branche bis dato unbekannten Käufer Wenk wurde heftig spekuliert. War die Transaktion ein von vornherein abgekartetes Manöver von Weltbild-Investor Droege, um defizitäre Klötze vom Bein zu bekommen und einen teuren Sozialplan zu umschiffen? Von Anfang an sprachen bei der Halbierung des Weltbild-Netzes nicht nur Gewerkschafter über eine eiskalte Abwicklung der betroffenen Filialen durch die Hintertür.

Der Eindruck, dass es darum ging, das Weltbild-Filialnetz kostengünstig
zu halbieren und sich von weiteren Mitarbeitern zu trennen, verfestigte
sich, als Wenk, von dem eine dürre Konzeptskizze kursierte, zunächst einzelne Filialen schloss, um dann im Juli vergangenen Jahres Insolvenz anzumelden.

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