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»Das haptische Hörbuch wird es noch lange geben«

»Das haptische Hörbuch wird es noch lange geben«

Robert Wildgruber leitet das Hörbuchgeschäft von Random House. Im Interview nimmt er Stellung zu zentralen Themen der Branche.

Robert Wildgruber

Es heißt immer, Verlagsmarken unterm Random-House-Dach arbeiten eigenständig: Wofür braucht es einen Gesamtleiter des Hörbuchgeschäfts?

Sowohl Der Hörverlag als auch Random House Audio versuchen die Möglichkeiten des Mediums Hörbuch vollumfänglich auszuloten, angefangen von unterschiedlichen Hörbuchformaten bis zu aufwendigen Großprojekten. Und es ist richtig: In beiden Verlagen arbeiten voneinander unabhängige Lektorate – das ist nicht anders als in den Buchverlagen unterm Random House-Dach. Auch die Audio-Verlage pflegen einen freundschaftlichen Wettbewerb. Die individuelle Programmarbeit erweitert den Ideenpool. Meine Aufgabe ist es, sowohl das jeweilige Profil als auch die Synergieeffekte zu stärken. Das ist auch nicht ganz neu: Die Hörbuchaktivitäten der Verlagsgruppe wurden ja bereits 2015 unter einer Leitungsstruktur gebündelt.

Lässt sich diese Eigenständigkeit immer durchhalten?

Was die Lizenzen angeht, sind die Erstzugriffsrechte auf Titel einzelner Buchverlage von Random House zwischen den beiden Hörbuchverlagen verteilt. Dieses Zusammenspiel funktioniert bestens, seitdem Der Hörverlag Ende 2010 übernommen wurde. Gerade im positiven Spannungsfeld von programmatischer Individualität einerseits und Zusammenarbeit z.B. bei gemeinsamen Marketingaktionen oder in der Herstellung andererseits entstehen zusätzliche Stärke, Energie und Kreativität.

Wie unterscheiden sich die Random-House-Hörbuchverlage in ihrem Profil?

Der Hörverlag mit seinen Gründungsgesellschaftern Hanser, Suhrkamp und Co. ist traditionell anders ausgerichtet, beispielhaft sind die Kooperationen mit den Rundfunkanstalten und Stammautoren wie Hermann Hesse, Thomas Mann, Umberto Eco, Henning Mankell und Frank Schätzing. Diese Autoren, die inzwischen ja Fremdlizenzen sind, tragen entscheidend zur Markenbildung bei. Für Random House Audio stehen z.B. Autoren wie Stephen King, Wladimir Kaminer, John Grisham, George R. Martin, Elke Heidenreich oder Charlotte Link. Schon allein mit diesen Namen wird die Eigenständigkeit auch in der Programmarbeit sichtbar.

Im Sortiment hat der Hörverlag das Image des ...

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