An der Schmerzgrenze

Bei den anstehenden Buchtagen in Leipzig (23. – 24. Juni) dürfte außerplanmäßig ein Reizthema auf die Agenda kommen: Die Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB hat die Titelmeldegebühren für das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) rückwirkend für das laufende Jahr erhöht. Das Drehen an der Preisschraube stößt vielen Verlagen, die nach dem VG Wort-Urteil mit Bangen den kommenden Rückforderungen der Verwertungsgesellschaften entgegensehen, bitter auf:

  • „Die Belastungsgrenze ist erreicht“, klagt die IG unabhängige Verlage im Börsenverein in einer gemeinsam mit der Kurt Wolff Stiftung verfassten Stellungnahme. Die Gebührenerhöhung sei „ein Signal in die falsche Richtung“.
  • Auf den Prüfstand kommt bei vielen VLB-Kunden jetzt wieder die Kosten-Nutzen-Relation und damit die Frage: Vielleicht reichen letztendlich die Kataloge der Barsortimente aus?

MVB-Geschäftsführer Ronald Schild begründet die gestaffelte Anhebung der Meldegebühren für das VLB mit notwendigen Investitionen und steigenden laufenden Kosten. Ein Zurückrudern hat er nach dem Protest der Verlage nicht im Sinn.

Wie jetzt bestätigt wurde, haben das Insourcing und der schrittweise Ausbau des VLB rund 1 Mio Euro mehr gekostet, als ursprünglich geplant. „Die Gebührenanpassung hat nichts mit den Kosten der Vergangenheit zu tun“, beteuert Schild.

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