Fokus auf Frankfurt

Am vergangenen Dienstag hat der Börsenverein die Branchenbilanz für das Jahr 2015 vorgelegt, in Frankfurt. Nach und nach tröpfelten anschließend einige Pressereflexe ein, vor allem aus Frankfurt. Neben den Zahlen legen die Journalisten die Schwerpunkte vor allem auf die Entwicklung des E-Books und die Folgen des VG-Wort-Urteils.

  • „Das elektronische Buch schwächelt“ titelt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (08.06.2016): „Dem Feind des gedruckten Buches geht die Puste aus: Der Umsatz stagniert. Freunde hat das E-Book vor allem unter älteren Frauen.“
  • „Die Buchbranche hatten viele schon abgeschrieben“, leitet Georg Giersberg ebenfalls in der „FAZ“ seinen Kommentar ein. Doch der stationäre Buchhandel habe nicht sterben wollen. „Die Buchbranche zeigt, dass nicht alles verschwinden muss, nur weil es alt ist. Sie zeigt aber auch, dass nur überlebt, wer sich entschlossen den Herausforderungen der Digitalisierung stellt.“
  • Der „Tagesspiegel“ beginnt seinen Artikel mit den wirtschaftlichen Probleme kleinerer Verlage durch die Rückforderung der VG Wort.
  • „Weniger Umsatz, mehr Selbstvertrauen“ heißt die Überschrift der „Frankfurter Rundschau“, die damit Alexander Skipis zitiert, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins: „Obwohl der Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für das Jahr 2015 ein Umsatzminus von 3,4 Prozent im Sortimentsbuchhandel vermelden musste, sah er doch eine Branche, deren Selbstbewusstsein ‚mit Händen zu greifen‘ sei. Zwar sei der Wandel durch die Digitalisierung enorm, so Skipis, das prophezeite Desaster aber nicht eingetreten.“
  • Die dpa hat die Zahlen in einer Grafik aufgegriffen, veröffentlicht u.a. von der „Frankfurter Neuen Presse“.
  • Die E-Book-Zahlen stehen außerdem beim MDR im Fokus.
  • Skipis hat es mit seinen Aussagen über Online-Konkurrent Amazon sogar in die Nachmittags-„Tagesschau“ geschafft und wiederholte dort seine Aussagen von der Pressekonferenz: Der Buchhandel sei in Sachen Multichannel gut aufgestellt: „Ich würde sagen, dass der reine Online-Händler wie Amazon, der ja nur einen digitalen Vertriebskanal bieten kann, ungefähr dort steht, wo wir vor zehn Jahren waren.“

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