Audio-Beiträge selbst gemacht

Um Podcasts zu erstellen, muss man kein Tontechniker sein, meint Katharina Rapp. Sie referiert im buchreport-Webinar am 24. Mai um 14 Uhr über die Chancen und Perspektiven von Podcasts für Buchverlage.

Bei Voice Republic kooperieren Sie mit vielen Inhaltelieferanten bzw. Veranstaltern, warum sind so wenige Buchverlage darunter?
Dass man seinen Audiocontent nutzen kann, um seine Autoren und Bücher bekannter zu machen, haben viele Verlage gerade erst entdeckt. Dabei spielt natürlich auch der derzeitige  Podcast-Boom eine Rolle, der Audio im Allgemeinen wieder mehr ins Blickfeld rückt. Viele Verlage sind sich der Einfachheit der Produktion und der Möglichkeiten der Reichweite nicht bewusst. Das ist schade, denn schließlich entsteht bei Lesungen, Diskussionen, Interviews und der Produktion von Buchtrailern toller Content, der nicht ungenutzt bleiben sollte.
Verlage und Buchhandlungen, die selbst Podcasts erstellen – Raketenwissenschaft aus technischer Sicht?
Nein, auf keinen Fall. Ich bin auch keine Tontechnikerin und einen Podcast selbst aufzunehmen, zu schneiden und anschließend bei einer Hosting-Plattform hochzuladen, bekomme ich problemlos hin. Grundsätzlich sollte man die Bereitschaft mitbringen, sich kurz mit der Sache auseinanderzusetzen. Aber daran scheitern sehen habe ich noch niemanden. Bei Voice Republic kann jeder User auch auf einen ausführlichen Hilfebereich und persönlichen Support zurückgreifen, sollte er doch mal nicht weiterkommen.
Was braucht man dafür?
An technischem Equipment braucht man für das Aufnehmen eines Podcasts zunächst ein Mikrofon. Man kann natürlich das eingebaute Mikro im Rechner benutzen oder ein Headset, aber eine bessere Audio-Qualität bekommt man mit einem guten externen Mikrofon. Dabei gibt es auch schon für ca. 60 Euro Geräte, die völlig ausreichen. Für die Bearbeitung der Audiodatei empfiehlt sich das kostenlose Programm Audacity. Die Handhabung kann man schnell erlernen.
Dann braucht man noch einen Ort im Internet, wo man das Ganze unterbringt. Entweder also eine technische Lösung auf der eigenen Webseite oder einen Account bei einer Hosting-Plattform. Bei Letzterem profitiert man nicht nur von der einfachen Bedienung, sondern auch von der Reichweite der Plattform. Allerdings sind einige Plattformen (z.B. SoundCloud und Podigee) im Gegensatz zu Voice Republic kostenpflichtig, je nach Anzahl der Stunden, die man im Monat hochladen will. 
Audio live ins Netz übertragen, wie geht das?
Wenn man selbst am Rechner einen Podcast einspricht und diesen gleich im Livestream übertragen möchte, braucht man dieselbe Technik wie bei einer Aufnahme und eine stabile Internetverbindung. Tut man es bei Voice Republic, muss man vorher einen Talk anlegen, das heißt Text und Bild zum Podcast in eine Maske eingeben. Dann klickt man einfach auf „Start“ und los geht’s. Wenn man fertig ist und auf „Stop“ geklickt hat, verwandelt sich der Stream in eine archivierte Datei mit RSS-Feed, den man in Podcatchern abgreifen kann.
Bei Buchverlagen bietet es sich oft an, die Lesungen, die ja sowieso stattfinden, direkt live zu streamen und ein größeres Publikum zu erreichen. Bei den meisten Veranstaltungen sind Mikrofone und ein Mischpult vorhanden, damit das Publikum überhaupt etwas hört. Zusätzlich braucht man für einen Livestream einen Laptop, ein Interface, das das Signal aus dem Mischpult digitalisiert, und Internet, am besten über LAN. Wir verleihen die Streaming-Technik gerne an die Veranstalter, aber wenn man öfter live streamt, lohnt sich die Anschaffung sicher.
Katharina Rapp ist PR und Content Manager bei Voice Republic, einer Plattform für Audioinhalte. Das Unternehmen ermöglicht Firmen, Events, Lesungen oder Konferenzen live im Internet zu streamen. Die Mitschnitte der Veranstaltungen können direkt im Anschluss online gehört und als Podcast heruntergeladen werden. Zu den Kunden gehören die Leipziger und Frankfurter Buchmesse sowie die re:publica.

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