Buchhandel ist mehr als reiner Broterwerb

Der Job des Buchhändlers scheint immer wieder vom Aussterben bedroht. Dass man mit ihm aber nicht nur auf Parties punkten kann, sondern jeden Tag aufs Neue sein Glück in Büchern und Menschen findet, erzählt Buchhändlerin Sarah Reul (Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau) in ihrem Blog „Pinkfisch“.
Begeistert schreibt Reul ein Plädoyer für den stationären Buchhandel, die 150 Bücher, die sie jährlich liest und das Netzwerk aus Kollegen, Literaturbegeisterten und Bloggern. „Wir sind Rechercheure, Literaturvermittlerinnen, Dienstleister. Wir finden Lösungen für verzwickte Probleme, oft auch solche, die nicht direkt etwas mit Büchern zu tun haben, wir wecken mit unseren Schaufenstern Wünsche, wir kommunizieren online und offline mit unseren Kunden und holen sie dort ab, wo sie sich gerade im Leben befinden.“
Dabei würde es bei der ansteigenden Bandbreite an alternativen Medien immer wichtiger, sich ungewöhnliche Maßnahmen einfallen zu lassen. Die Belohnung nahe, wenn ein lesefauler Jugendlicher für eine Reihe begeistert werden konnte.
„Ich als Buchhändlerin sehe meine Aufgabe auch hier darin, unseren Kunden ein Mehr an Service zu bieten“, schreibt Reul. „Hier am Ball zu bleiben und sich immer wieder neu auf den Markt und seine Veränderungen einzustellen, das tun wir Buchhändlerinnen und Buchhändler kontinuierlich.“
Ihr Fazit: „Ich glaube, dass die Branche ohne junge Menschen, die ihren Beruf mit Leidenschaft und Begeisterung ausführen, sehr viel gefährdeter ist, sich zu verkleinern. Aber solange es noch Buchhändlerinnen und Buchhändler gibt, die sich jeden Tag darauf freuen, im Kleinen und Alltäglichen etwas zu bewegen, sich stets etwas Neues einfallen lassen um den Buchladen voranzubringen, bin ich frohen Mutes, dass die Buchbranche noch viel vor sich hat!“

Kommentare

1 Kommentar zu "Buchhandel ist mehr als reiner Broterwerb"

  1. Endlich einmal ein tolles Statement von Frau Sarah Reul,
    einer Buchhändlerlin, die ihren Beruf liebt und auch mit noch
    mehr an einem Einsatz für ihre Kunden/innen da ist.
    Und so soll es sein, dass man einmal auch das Bild vom
    Buchhändler/der Buchhändlerin mal richtig sieht und auch
    erkennt.
    Es bringt überhaupt nichts, wenn da nur an diesem Beruf
    Buchhändler/in, seinen Möglichkeiten und dem Verdienst
    kritisiert wird und viele Dinge zu negativ beurteilt werden.
    Man muss einmal die Fakten sehen, wie diese doch sind.
    Und Buchhändlerin Frau Reul vermittelt aus ihrer
    Buchhandlung in Hanau auch ein wirklichkeitsnahes Bild.
    Sie ist mit Eifer und Begeisterung dabei.
    Und darauf kommt es doch an, dass sie mit ihrer Liebe
    zu den Büchern geradezu die Kunden in ihrer
    Buchhandlung als bleibende Leser/innen gewinnt.
    Deshalb mal ein dickes Lob an Frau Sarah Reul nach
    Hanau, die ein positives Bild vom Buchhandel mal den
    immer nur Schwarzsehern entgegenstellt.
    Und weiterhin viel Freude an Büchern und Erfolg mit
    den Kunden als Leser und Leserinnnen.
    Und meinen Dank für den Einsatz für die Bücher und
    die Kunden.
    H. Kraft

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