Die vergebliche Suche nach dem Masterplan

Das Emoticon des Shruggie _(?)_/¯ als Opens external link in new windowAusdruck der digitalen Ratlosigkeit ist das beste Symbol für eine offene, eine fragende Haltung zum (digitalen) Wandel. Wie kann man sich in einem Umfeld orientieren, das sich ständig ändert? Dirk von Gehlen, Manager der „Süddeutschen Zeitung“ und Vordenker der modernen Publizistik, Opens external link in new windowplädierte auf der Direttissima-Konferenz 2016 für entspannte, gelassene Offenheit. Im pubiz-Interview beantwortet er kritische Fragen.

Dirk von Gehlen (Foto: Raimund Verspohl) ist Autor und Diplom-Journalist. Bei der Süddeutschen Zeitung leitet er die Abteilung Social Media/Innovation, in der er das Longreads-Magazin Opens external link in new windowSüddeutsche Zeitung „Langstrecke“ entwickelt hat. Von Gehlen begleitet den Medienwandel seit Jahren auf seinem Blog Opens external link in new windowdigitale-notizen.de und Opens external link in new windowunter @dvg auf Twitter. Er zählt zu den Crowdfunding-Pionieren in Deutschland („Eine neue Version ist verfügbar“) und schreibt Opens external link in new windowunter phaenomeme.de für die Süddeutsche Zeitung über Internet-Meme. 2011 veröffentlichte er bei Suhrkamp das Buch „Mashup – Lob der Kopie“.

buchreport und pubiz sind Medienpartner der Konferenz Direttissima 2016.

Dirk von Gehlen, Sie propagieren eine fröhliche „Kultur der Ratlosigkeit“ in digitalen Fragen. Warum?

Weil ich glaube, dass die Suche nach dem einen Masterplan das Finden von Lösungsansätzen verhindert.
Verstehen Sie, dass Menschen mit Verantwortung für jahrhundertealte Medienmarken und für Hunderte von Angestellten es schwer haben, Ratlosigkeit mit Fröhlichkeit zu verbinden?
Ich kenne niemanden, der Verantwortung für jahrhundertealte Medienmarken hat, deshalb kann ich kein Urteil über dessen Gefühlswelt abgeben. Für mich selber kann ich sagen: Ich erkenne im Shruggie eine optimistische Grundhaltung, die zur Gestaltung animiert. Und wer Verantwortung trägt, sollte bereit sein, die Zukunft zu gestalten.
Teilnehmern an Social Media empfehlen Sie journalistische Kardinaltugenden wie Quellen gegenzuchecken, bevor sie verbreitet werden, und nur über das zu schreiben, was man versteht. Haben Medien-Manager noch die Zeit dazu angesichts von Trends, die sich jagen und immer schwieriger zu bewerten sind?
Ja. Und wenn sie diese Zeit nicht haben, müssen sie sich selber oder ihre Chefs daran erinnern, dass es sehr wichtig ist, diese Form der Social-Media-Gelassenheit zu praktizieren.

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