Organisationsstruktur mit kürzeren Wegen

Die in der Branche mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten nicht immer unumstrittene Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB bekommt eine neue Organisationsstruktur. Ziel sei, die eingeleitete Fokussierung auf die Themen Medien, Metadatenmanagement und neue Services durch eine angepasste Arbeitsteilung im Unternehmen weiter voranzutreiben.
Ab Mai dieses Jahres werden die Zuständigkeiten für Produkte und Dienstleistungen in drei neu geschaffenen Einheiten organisiert:
  • Geschäftsbereich „Medien“ mit den Verbandsblättern „Börsenblatt“ und „Aus dem Antiquariat“, dem Kundenmagazin Buchjournal sowie den weiteren Verlagsaktivitäten unter der Leitung von Torsten Casimir.
  • Geschäftsbereich „Digitale Services“ mit dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) – inklusive IBU, Adressbuch für den deutschsprachigen Buchhandel (AdB), Werbe-Anschriften-Service (WAS) und Zeitschriften-Informations-Service (ZIS) – sowie dem Gemeinschaftsportal buchhandel.de, dem Buchschenkservice und der Agentur für Buchmarktstandards unter der Leitung von Jörg Gerschlauer.
  • Geschäftsbereich „MVB Labs“ mit VLB-TIX sowie allen Themen rund um Business Development und die Entwicklung neuer Angebote unter der Leitung von Sandra Schüssel.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den bisherigen Abteilungen Produktmanagement, Informationsdienste (Datenmanagement), IT-Entwicklung sowie Marketing & Vertrieb werden in die genannten Geschäftsbereiche integriert – die Ansprechpartner für Kunden und Geschäftspartner bleiben weitestgehend unverändert.

  • Neu entstehen wird die Einheit Unternehmenskommunikation unter der Leitung von Renate Marquardt, in der die Themen produktübergreifende Projekte, Messeorganisation und Corporate Design sowie der Bereich PR angesiedelt sein werden.
  • Unverändert bleiben die Strukturen und Zuständigkeiten im Kundenservice. Gleiches gilt für die so genannten Shared Services, das heißt Personal & Organisation, Interne Kommunikation und IT-Infrastruktur, die die MVB für die gesamte Börsenvereinsgruppe erbringt.

Hintergrund der organisatorischen Veränderungen sei die Neuausrichtung der MVB: „Alle großen Produkte der MVB – VLB, buchhandel.de, Börsenblatt und Buchjournal – wurden dafür in den beiden vergangenen Jahren konzeptionell und technisch neu aufgestellt“, erklärt MVB-Geschäftsführer Ronald Schild. „Während wir uns 2015 von der E-Book-Distribution unter der Marke Libreka getrennt haben, konnten wir zusammen mit unserem Partner Newbooks Solutions mit VLB-TIX und VLB-Services zukunftsweisende, digitale Geschäftsfelder aufbauen.

Parallel seien im Rahmen der Digitalisierung ehemals manuelle Prozesse automatisiert worden. Die neue Organisationsstruktur werde diese veränderten Rahmenbedingungen abbilden, außerdem verspricht sich Schild von der neuen Struktur kürzere Wege innerhalb des Unternehmens.

Kommentare

5 Kommentare zu "Organisationsstruktur mit kürzeren Wegen"

  1. VLB TIX wird das nächste Millionengrab für die MVB. Die Verzögerung beim VLB (Angekündigt für Herbst 2014, tatsächlich vollzogen im Herbst 2015) düfte nicht günstig gewesen sein. Beim VLB TIX geht es jetzt so weiter. Über die Dauerbaustelle Buchhandel.de ganz zu schweigen.

  2. Th_Kleinschmidt | 28. April 2016 um 18:36 | Antworten

    @Branchenbeobachter:

    Ich kann Ihnen nach Gesprächen aus meinem Bekanntenkreis versichern, dass bei den MVB-Mitarbeitern inzwischen völlige Ernüchterung (bzw. Zukunftsangst) eingekehrt ist. Mit jedem neuen „Coup“ der Geschäftsführung (Libreka, Umstrukturierung…) werden Leute entlassen und die Arbeitsbelastung für die verbliebenen Mitarbeiter steigt.

    Aber wie Sie ja richtig schrieben, die Führungsriege bleibt davon unberührt.

    • Das habe ich auch bei einem meiner Telefonate in Erfahrung gebracht. Die Mitarbeiter sind total frustiriert.

  3. Branchenbeobachter | 21. April 2016 um 20:22 | Antworten

    Neuordnung der „nicht immer unumstrittene Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB“ , aber die Köpfe bleiben die gleichen??

    Bleibt alles anders?

    • Kopfschüttler | 27. April 2016 um 14:49 | Antworten

      Immer wenn man Personalkosten einsparen wollte, hat man behauptet Automatisierungen eingerichtet zu haben und es
      als neue Organisationsstruktur verkauft.
      Jetzt hat man sich einiger Leute entledigt, die Automatisierungen sind gerade mal geplant und nicht mal in Ansätzen bereit. Nun dürfen es die restlichen Kollegen ausbaden. Aber ja, die Köpfe der Entscheider bleiben die gleichen…

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