Software-Lösungen sinnvoll verknüpfen

Digital Asset Management-Software hilft Bilder, Multimedia und Texte verwalten und verteilen. DAM-Software ist in Mode – zum Beispiel in der Agentur-Szene, im Manufacturing oder in der Finanzwirtschaft. Andreas Gölkel (Foto) vom DAM-Startup pixx.io erklärt im pubiz-Interview, ob auch Verlage DAM-Software benötigen.
Die paar Cover- und Autorenbilder können Verlage doch „aus der Lamäng“ verwalten – warum braucht man da DAM?

Wenn es nur um Cover- und Autorenbilder geht, mag das vielleicht stimmen. Aber schaut man sich einen Verlag einmal genauer an, wird schnell klar, dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Medien gibt, die es zu verwalten gilt. Dazu zählen natürlich Cover- und Autorenbilder, aber auch Logos, Werbematerialien, der Content der eigenen Produkte und in jüngster Zeit auch immer mehr Videos. Außerdem geht ist nicht nur um die reine Verwaltung. Auch das Ausspielen der Medien im jeweils benötigten Format sowie die komplette Verwaltung der Lizenzrechte und die Verteilung des Content sind Aufgaben, die von DAM-Systemen optimal gelöst werden können.

Die Kreativen aus der Vorstufe sind die Heavy User von Media Assets. Die sind doch die geborenen Bildverwalter. Reicht es nicht, wenn die den übrigen Kollegen das raussuchen, was die gerade brauchen?

Natürlich haben die Kreativen im Regelfall einen ganz passablen Überblick über den aktuellen Medienbestand. Sich darauf zu verlassen, dass die Grafiker und Designer es schon regeln werden, ist aber aus mehreren Gründen nicht sinnvoll. Zunächst einmal – rein wirtschaftlich betrachtet –, sind Grafiker zu teuer, um ständig in Ordnerstrukturen nach irgendwelchen Medien zu suchen, die mit einem DAM-System sekundenschnell von jedem Mitarbeiter selbst gefunden werden könnten. Auch die reine Format-Umwandlung ist heute eine oft lästige und zeitraubende Beschäftigung, welche Designer von Ihrer eigentlichen kreativen Arbeit abhält. Weiter ist der komplette Verlag, der sich auf die Zuarbeit der Grafiker verlässt, vom Wissen einzelner Personen, von deren Arbeitszeiten, Urlaubstagen und sonstigen Ausfällen abhängig. Dies ist unternehmerisch in keiner Weise sinnvoll.

Verlage haben nicht nur Bilder, sondern auch Werbetexte, Manuskripte, digitale Leseexemplare und Vorstufen-Daten. Die müssen ja auch verwaltet werden.

Das stimmt. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten der sinnvollen Verwaltung. Je nach Unternehmenstruktur kann es Sinn machen, auch diese Medien in einem DAM-System zu verwalten. Oft ist aber auch eine Speicherung im Umfeld eines Redaktions- oder Spezial-Systems eine gute Option. In jedem Fall sollten die wichtigsten Software-Lösungen immer, wo sinnvoll und möglich, miteinander verknüpft werden. Gute DAM-Systeme ermöglichen dies durch ihre APIs…

… einfach anzubindende Standard-Schnittstellen. – Wie gehen die Unternehmen mit ihren Digital Assets im allgemeinen um, bis sie DAM-Anwender werden?

Im Regelfall steht vor dem DAM-System eine mehr oder weniger gut geführte Ordnerstruktur oder rudimentäre Ablage in Redaktions-Systemen oder CMS-Lösungen. Selbst wo eine solche Lösung vorhanden ist, schließt sie aus Gründen der Kosten und des mangelnden Bediener-Komforts die vielen User aus, die nur einen Teil ihrer Funktionen benötigen – etwa Marketing, Vertrieb, Werbung. Daher liegen die Dateien oft in mehreren Systemen verteilt und werden durch das Wissen einzelner gesteuert.

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