Warum Regionalia-Titel für Verlage so attraktiv sind

Mit Regionalia können sich Indies erfolgreich am Markt positionieren. Der Bergmann Verlag und der Bergische Verlag bearbeiten je ein Gebiet in NRW. Von Vorteil: Beide können ihre Titel in der eigenen Buchhandlung verkaufen.

Wenn es um Regionalia geht, ist besonders eine Sparte in aller Munde: Der Regionalkrimi. Dass das Segment darüber hinaus Potenziale birgt und auch im (historischen) Roman, der Biografie oder im Bildband funktioniert, ist das Credo kleinerer Häuser wie dem Bergmann Verlag oder dem Bergischen Verlag. Gerade weil große Verlage diesen Bereich gern vernachlässigen, weil zumindest kurzfristig nicht so hohe Auflagen erzielt werden können, ist dies eine einträgliche Nische. Beide Verlage profitieren darüber hinaus von der Anbindung an eine oder mehrere Buchhandlungen, wie Martina Bergmann, Inhaberin des Bergmann Verlags in Borgholzhausen, und Thomas Halbach, Leiter des Bergischen Verlags in Remscheid, im Gespräch berichten.

Wie viele Kunden fragen in der Buchhandlung nach einem Titel mit Regionalbezug?

Martina Bergmann: Viele. Es hat damit angefangen, dass ich ständig nach Produkten gefragt wurde, die es so nicht gab. Das habe ich mir erst mal alles aufgeschrieben und dann zunächst einen Regiokrimi umgesetzt, indem ich die Kunden selbst Kriminalgeschichten aus Borgholzhausen habe schreiben lassen. Die konnte ich zwar gut verkaufen, aber inhaltlich gefiel mir das nicht so gut. Doch es weckte meinen Ehrgeiz. Ich bin ja von Haus aus gelernte Verlagsbuchhändlerin, und so lag es nahe, selbst einen Verlag zu gründen. Man muss das vor folgendem Hintergrund sehen: Früher gab es in meiner Region in jedem Dorf einen Drucker, der dann auch alle zwei Jahre mal ein Buch machte. Heute kümmert sich niemand mehr explizit um diese Themen.

Was verstehen Sie konkret unter Regionalliteratur? Wie groß ist der Einzugskreis?

Thomas Halbach: Bei uns ist es das komplette Bergische Land, und unsere Schwerpunkte liegen im Bereich bergischer Krimi, historischer Roman, Kultur, regionale Küche sowie Bildbände.

Bergmann: Ich publiziere zur historischen Landschaft Minden-Ravensberg im nördlichen Ostwestfalen. Mein Einzugsgebiet liegt im Umkreis von rund 100 km. Autoren und Vertriebspartnern, die bundesweit verkaufen wollen, sage ich deshalb auch: Meine Kompetenz geht bis hierhin, alles andere kann ich nicht leisten.

Halbach: Wir haben in der Reihe „Bergische Monografien“ einen Titel zu Pina Bausch herausgebracht, der über die Region hinaus wahrgenommen wird. Da bekommen wir dann auch überregionale Presse. Neu ist in diesem Fall auch, dass wir mit einem englischen Verlag in Kontakt stehen, um die Rechte zu verkaufen.

Weiter lesen auf indie-publishing.de…

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Warum Regionalia-Titel für Verlage so attraktiv sind"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Webinar-Video

webinar_videos

Webinar verpasst?

Falls Sie ein Webinar verpasst haben, können Sie nachträglich das Video zum Webinar bestellen und sich die Inhalte bequem am Computer anschauen. Hier finden Sie eine Übersicht der verfügbaren Webinar-Videos.

Hardcover Belletristik
1
Rowling, J.K.; Tiffany, John; Thorne, Jack
Carlsen
2
Fitzek, Sebastian
Droemer
3
Neuhaus, Nele
Ullstein
4
Ferrante, Elena
Suhrkamp
5
Beckett, Simon
Wunderlich
28.11.2016
Komplette Bestsellerliste Weitere Bestsellerlisten

Veranstaltungen

  1. 26. November - 5. Dezember

    Buchmesse Guadalajara

  2. 30. November - 5. Dezember

    Moscow non/fictioN° 18

  3. 8. Dezember - 9. Dezember

    Zukunftsforum Zeitschriften