Penguin Random House füllt die Kasse

Der britische Medienkonzern Pearson, Nummer 1 des buchreport-Rankings der weltgrößten Buchkonzerne, hat seine vorläufigen Ergebnisse für 2015 präsentiert. Demnach stieg der Gewinn aus dem 47%-Anteil der Briten an Penguin Random House dank „hunderter“ Bestseller kräftig an.

Der bereinigte operative Gewinn für Pearson durch Penguin Random House lag 2015 bei 90 Mio britischen Pfund, das sind umgerechnet etwa 114 Mio Euro. Gegenüber dem Vorjahr (69 Mio Pfund) ist das ein sattes Plus von 30%. Der Bertelsmann-Konzern, der mit 53% den Mehrheitsanteil an Penguin Random House hält, legt seine Zahlen hingegen erst in einigen Wochen vor.

Als Grund für das starke Abschneiden von Penguin Random House nannte Pearson eine Vielzahl von Bestsellern sowohl im Kinderbuch als auch in der Belletristik, allen voran die millionenfach verkauften Titel „Grey“ von E.L. James und „The Girl on the Train“ von Paula Hawkins, die hierzulande bei den Random-House-Verlagen Goldmann bzw. Blanvalet vorliegen und weiterhin auf der SPIEGEL-Bestsellerliste Paperback Belletristik vertreten sind.

Für 2016 stehen u.a. mit John Grisham, Jeff Kinney, John le Carré, Jojo Moyes, Jamie Oliver, James Patterson und Nora Roberts weitere Bestseller-Autoren mit neuen Titeln in den Startlöchern. Nicht mehr im Portfolio ist hingegen Author Solutions. Penguin Random House hatte den amerikanischen Selfpublishing-Anbieter zum Jahreswechsel für eine ungenannte Summe an das Finanzunternehmen Najafi verkauft.

Die Integrationsmaßnahmen der 2013 fusionierten Verlage Penguin und Random House, die 2015 ebenfalls zum guten Ergebnis beitrugen, werden 2016 fortgeführt. Allerdings rechnet Pearson damit, dass die damit erzielten Einsparungen fast vollständig durch den zu erwarteten Umsatzrückgang bei den E-Books aufgezehrt werden.

Insgesamt hat Pearson 2015 mit 4,5 Mrd britischen Pfund 2% weniger umgesetzt als im Vorjahr. Als operativer Verlust schlagen 404 Mio Pfund zu Buche. Das Jahresergebnis von 823 Mio Pfund erklärt sich vor allem durch die Verkäufe der „Financial Times“ und der „Economist Group“-Anteile infolge der Konzentration auf das Bildungsgeschäft.

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