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Kreatives Powerhouse setzt Bücher in Szene

In den Niederlanden setzen die Buchkampagnen von CPNB Akzente. Hauptevent ist die Boekenweek im März, die 85% aller Holländer kennen.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen im buchreport.magazin 2/2016.

Unübersehbar Bücher: Die Verleihung des von CPNB organisierten „NS Publieksprijs“ wird regelmäßig von einer großen Werbekampagne begleitet. Dazu gehören u.a. auch Posterwände in Bahnhöfen. (Foto: Chris van Houts)

Was den Briten der World Book Day, ist den Niederländern ihre Boekenweek. Beides sind seit Jahren bestens im Markt etablierte Großveranstaltungen, die für erfolgreiches Buchmarketing stehen. Ein Thema, mit dem sich die deutsche Buchbranche trotz aller Bemühungen des Börsenvereins („Vorsicht Buch!“) noch immer etwas schwertut.

Die seit 1932 immer im März stattfindende Boekenweek (Buchwoche) ist weltweit eines der ältesten Branchenevents und in den Niederlanden eine kulturelle Institution.

Organisiert wird sie von der CPNB (Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek). Die Stiftung wurde 1983 von den Branchenverbänden Koningk­lijke Boekverkopersbond (Buchhandel) und Groep Algemene Uitgevers (Publikumsverlage) ins Leben gerufen. Seit 2001 sind auch die öffentlichen Bibliotheken mit im Boot.

Über mangelnde Arbeit können sich Direktor Eppo van Nispen und sein Kreativteam von 35 Mitarbeitern nicht beklagen. Umgesetzt wird immer ein Dreijahresplan, den van Nispen zusammen mit dem Stiftungskomitee aufstellt, das sich aus je zwei Vertretern der Träger zusammensetzt: „Wir brauchen diese Planungssicherheit, denn alle Kampagnen haben einen langen Vorlauf.“

Als Powerhouse für innovatives Marketing ist der in Amsterdam residierende CPNB aus dem niederländischen Buchmarkt nicht wegzudenken:

  • Es werden jährlich zwischen 30 und 35 Kampagnen und Einzelevents organisiert.
  • CPNB erstellt die wöchentlichen Bestsellerlisten, die u.a. im Branchenmagazin „Boekblad“ veröffentlicht werden (und zur Orientierung der deutschen Branche im 10-Wochen-Rhythmus auch im buchreport.express).
  • CPNB richtet führende literarische Auszeichnungen aus.
  • Jeweils im Januar wird zur „Vers voor de pers“ geladen, einer „Mini-Messe“, bei der die Publikumsverlage ihre Neuerscheinungen den Medien präsentieren und der CPNB seine anstehenden Kampagnen vorstellt; außerdem werden die erfolgreichsten Bücher des Vorjahres ausgezeichnet.

 

Hohe Signalwirkung nach außen

Die Boekenweek ist das Vorzeigeprojekt. Die Niederländer lieben ihre Buchwoche, deren Signalwirkung mit einem Bekanntheitsgrad von 85% für sich spricht. Die Veranstaltungen sind während der zehn Tage so gut wie immer ausgebucht. Der Handel kann mit einem nicht unerheblichen Zusatzumsatz rechnen: 2015 hatten Hollands Buchhändler im Durchschnitt in der Boekenweek 6,8% mehr in der Kasse.

Wichtigster Erfolgsfaktor ist das „Boekenweek-Geschenk“:

In den Niederlanden setzen die Buchkampagnen von CPNB Akzente. Hauptevent ist die Boekenweek im März, die 85% aller Holländer kennen. Dieser Artikel ist zuerst erschienen im buchreport.magazin 2/2016 (hier zu bestellen).

Unübersehbar Bücher: Die Verleihung des von CPNB organisierten „NS Publieksprijs“ wird regelmäßig von einer großen Werbekampagne begleitet. Dazu gehören u.a. auch Posterwände in Bahnhöfen. (Foto: Chris van Houts)


Was den Briten der World Book Day, ist den Niederländern ihre Boekenweek. Beides sind seit Jahren bestens im Markt etablierte Großveranstaltungen, die für erfolgreiches Buchmarketing stehen. Ein Thema, mit dem sich die deutsche Buchbranche trotz aller Bemühungen des Börsenvereins („Vorsicht Buch!“) noch immer etwas schwertut.
Die seit 1932 immer im März stattfindende Boekenweek (Buchwoche) ist weltweit eines der ältesten Branchenevents und in den Niederlanden eine kulturelle Institution.
Organisiert wird sie von der CPNB (Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek). Die Stiftung wurde 1983 von den Branchenverbänden Koningk­lijke Boekverkopersbond (Buchhandel) und Groep Algemene Uitgevers (Publikumsverlage) ins Leben gerufen. Seit 2001 sind auch die öffentlichen Bibliotheken mit im Boot.
Über mangelnde Arbeit können sich Direktor Eppo van Nispen und sein Kreativteam von 35 Mitarbeitern nicht beklagen. Umgesetzt wird immer ein Dreijahresplan, den van Nispen zusammen mit dem Stiftungskomitee aufstellt, das sich aus j…
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