Ich dachte, literarische E-Only-Novitäten hätten eine Chance

Autor Nicola Bardola (Foto: Klaudia Schmidt) ärgert sich über das „destruktive Denken“ bezüglich der Vereinbarkeit von Print und Digital. 2016 will er für die London Book Fair und die Initiative „Transbook – Children’s literature on the move“ trommeln.

Das hat mich am meisten gefreut:

Die Begeisterung, die das Buch „Leseglück“ (Arena) auslöst.

Das hat mich am meisten geärgert:

Der Neologismus „Elendsliteratur“. Gebraucht wurde er in einem Artikel in der „Welt“, um zwei literarische Bücher von Friedrich Ani und Kevin Brooks zu beschreiben. Die Erfinderin des Begriffs gibt keine weiteren Auskünfte. Das alles hat mich so geärgert, dass ich das Buch „Licht im Bunker. Die Debatte um Gewalt in der Jugendliteratur“ (dtv) geschrieben habe.

Das war mein größter Irrtum:

Die Hoffnung, dass literarische E-Only-Novitäten vom Feuilleton und vom Handel entdeckt werden. Ich dachte, Prosa-Original-Ausgaben ohne gedrucktes Buch hätten schon eine Chance.

Das habe ich 2015 am liebsten gelesen:

  • Günter Ohnemus: „Unschuld kennt keine Verjährung“ (Maro)
  • Angela Sendlinger: „Dem guten Leben auf der Spur“ (Kreuz)

Diese 3 Punkte stehen auf meiner persönlichen Agenda 2016:

  • Mehr Kollegen zur London Book Fair locken.
  • Die europäische Initiative „Transbook – Children’s literature on the move“ (transbook.org) hierzulande bekannter machen.
  • Einen Verlag für meine Jackson-Browne-Bio finden.

Das muss sich in der Branche 2016 ändern:

Destruktives Denken bei Print vs. Digital. Stattdessen: Neue Synergien schaffen zwischen E-Books und gedruckten Büchern.

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