Die Schriftstellerin gibt den Menschen in der ehemaligen Sowjetunion eine Stimme

Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch hat am Donnerstag, 10. Dezember, in Stockholm den diesjährigen Literaturnobelpreis entgegengenommen, wie die dpa berichtete. 

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf überreichte der Journalistin den Preis, den sie „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“, bekommen hat. Sie spürt in ihren Büchern wie „Secondhand-Zeit“ den Folgen der Sowjetherrschaft nach.

Alexijewitsch hat dabei einen eigenen literarischen Stil geprägt, indem sie das Schicksal der Menschen in der früheren Sowjetunion anhand von Interviews dokumentiert. Sie sammle „den Alltag von Gefühlen, Gedanken, Worten“, hatte die 67-Jährige bei der traditionellen Nobelrede am Montag erklärt. Während sie die Geschichte von ganz normalen Menschen erzähle, werde nebenbei große Geschichte erzählt, hatte sie betont. „Ich liebe die einzelne menschliche Stimme. Das ist meine größte Liebe und Leidenschaft.“

Es ist erst das 14. Mal, dass eine Frau den Preis mit langer Tradition erhält. Im vergangenen Jahr war der französische Schriftsteller Patrick Modiano mit dem wichtigsten Literaturpreis der Welt geehrt worden.

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