Andere im Vorbeigehen abkanzeln

Mit dem Aufkommen von Blogs und sozialen Netzwerken wie Facebook wurden die Kommunikationskanäle von Verlagen maßgeblich erweitert. Der Kontakt zu Kunden und Kollegen über diese Kanäle ist mitunter schwierig, wie ein Beispiel des Ankerherz Verlags zeigt. Darüber diskutieren die Verleger Stefan Kruecken (Ankerherz) und Martina Bergmann (Bergmann Verlag).

 Martina Bergmann und Stefan Kruecken.
Jemand schreibt in Social Media über den Facebook-Auftritt Ihres Verlags, dass dieser „miefig“, „unpolitisch“ sei – und Sie bezeichnen diesen als „bloggende Spacken“ und ergänzen „Keine Ahnung, aber große Fresse“. Was ist da schief gelaufen?

Kruecken: Was schief lief: Ein neues Ranking zeigte, dass wir mit knapp 50.000 Facebook-Freunden auf Platz 4 der Verlage stehen. Ein Blogger aber meinte, wir hätten wenig Haltung und würden nur „Leuchttürme“ und „Kuschelkissen“ posten. Es war ein Tag, an dem wir wegen unserer Anti-Pegida-Kommentare angepöbelt wurden – diese Kombination hat mich geärgert. Wer eine Meinung äußert, darf sich auch mal kurz informieren. Mich nervt diese Mode, Andere im Vorbeigehen abzukanzeln. Der Blogger hat diesen Ärger abbekommen.

Sie schreiben am Anfang: „Diesen Text sollte ich nicht schreiben, das gleich vorweg. “ Haben Sie das bereut?
Kruecken: Nein, warum? Der Einstiegsatz bezieht sich darauf, dass man heutzutage lieber keine Angriffsfläche bietet. Viele ärgern sich, scheint mir, kaum einer hat Lust auf die Diskussionen danach. Mir fehlt gerade in den sozialen Medien oft der Respekt. Jeder haut drauf. Die Reaktionen auf meinen Kommentar waren überaus positiv – es kam viel Lob, von Kollegen, aber auch von Bloggern. 
Wie hätten Sie reagiert, Frau Bergmann? 
Bergmann: Je nach Tagesform überhaupt nicht bis ganz deutlich…

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