Einsame Entscheidungen würden guttun

Als Verlegerin holte Elisabeth Ruge die Bücher der mittlerweile mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Swetlana Alexijewitsch nach Deutschland, als Agentin vertritt sie Buchpreis-Gewinner Frank Witzel und Goncourt-Preisträger Mathias Énard.

In einem aktuellen buchreport-Interview berichtet sie von überlasteten Verlagslektoraten und wird beim buchreport-Zukunftstag am 27. November in Hamburg ebenfalls dazu referieren.

Jetzt sprach Ruge auch mit der FAZ über die Arbeit der Verlage. Zur Vermittlung literarisch anspruchsvoller Stoffe erklärt sie: „Man muss einen Dreh finden, um den Leuten zu verstehen zu geben, warum ein Buch vielleicht schwierig, aber wichtig ist und wie sich das nach außen tragen lässt. Das ist von Buch zu Buch unterschiedlich.“

Sie halte es für „fatal, dass in manchen Häusern die Marketingabteilungen mittlerweile mehr zu sagen haben als die Lektoren – das war, als ich anfing und das Büro mit dem legendären Günther Busch teilte, einfach undenkbar. Auf diese Weise werden viele interessante Bücher abgelehnt, weil man vor allem more of the same möchte. Den Verlagen würde es richtig guttun, wenn es ab und zu eine einsame Entscheidung geben könnte, wenn man einfach mal einem engagierten, erfahrenen Lektor traute.“

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