Geplatzter Ballon

In die Reihe der gescheiterten Anbieter von E-Boook-Abos (Librify, Byliner, Entitle, Oyster) reiht sich jetzt vorsaussichtlich auch Blloon ein. Das Spinoff des inzwischen insolventen Digitalunternehmens txtr hat dem „Bookseller“ erklärt, keine neuen Kunden mehr aufzunehmen.

Update: Inzwischen hat sich Blloon auch auf medium.com geäußert, man werde in einen „Ruhe-Modus“ („hibernation mode“) wechseln, um dann zu entscheiden, wie es weitergehe. 

In Kürze solle entschieden werden, ob es mit dem Unternehmen weitergehe oder nicht.

Dies erklärte CEO Thomas Leliveld gegenüber dem britischen Fachmagazin. Leliveld stellte in Aussicht, dass die Technologie des Unternehmens verkauft werden könnte.

Blloon war 2014 in Großbritannien gestartet, mit einem etwas anderen Ansatz als die Wettbewerber: „Freemium“ plus Gamification. Die Nutzer konnten bei Registrierung zunächst drei Titel kostenlos lesen, ohne Werbeeinblendung à la Readfy. Das kostenlose Lektürepaket konnte dann erweitert werden, indem Nutzer etwa E-Books teilen und auf die App hinweisen – oder aber Geld bezahlen. 

Dieses Modell, so Leliveld, habe man dem Kunden nicht gut kommunizieren könen, weshalb man im Sommer 2015 auf das konventionelle Modell (unbeschränkte Lektüre für 7,99 Pfund) geschwenkt sei. Daraufhin seien aber zwei große Verlagsgruppen abgesprungen.
„Das Hauptproblem waren nicht die Kunden“, so Leliveld, sondern ein Teil der Verlage, die das Abomodell nicht unterstützten – oder lediglich unter Konditionen, die für Blloon wirtschaftlich problematisch seien.

Gegenläufig zu den Geschäftsaufgaben von Aboanbietern gehen neue Akteure auf den Markt.

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