Pralle Pakete unterm Weihnachtsbaum

Die Deutschen wollen für Weihnachten 2015 mehr Geld in Geschenke investieren. Das hat eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unter 1000 Verbrauchern ergeben. Auch Bücher profitieren vom Aufschwung.
  • Insgesamt steigen die Geschenkbudgets um 18% auf 259 Euro pro Kopf im Vergleich zum Vorjahr. Nur 2013 lag das Geschenkbudget mit 273 Euro noch höher.
  • 14,6 Mrd. Euro wollen die Deutschen zusammengenommen für Weihnachtsgeschenke ausgeben.
Am meisten Geld wird für Geldgeschenke und Gutscheine vorgesehen, auf die im Schnitt 45 Euro entfallen. Für Kleidung planen die Konsumenten im Schnitt 31 Euro pro Person ein, gefolgt von Büchern:
  • Die Ausgaben für Bücher und E-Books legen von 21 auf 29 Euro zu.
  • Bücher und E-Books sind mit 52% außerdem das häufigste Weihnachtsgeschenk vor Gutscheinen/Geld und Kleidung. 

Rückläufig sind dagegen die Budgets für Süßigkeiten und Lebensmittelgeschenke, für die die Deutschen in diesem Jahr 14 Euro einplanen und für Schmuck, für den nur noch 13 Euro eingeplant werden.

Im Geschenkverhalten ergeben sich Geschlechterunterschiede: 
  • Frauen geben mit 264 Euro mehr als Männer aus, die 252 Euro investieren wollen.
  • Frauen planen mit 51 Euro überdurchschnittlich viel Geld für Gutscheine ein (Männer: 37 Euro), sowie für Bücher (32 Euro; Männer: 25 Euro).
  • Männer investieren dagegen verstärkt in Unterhaltungselektronik (27 Euro; Frauen: 16 Euro) und Schmuck (15 Euro; Frauen: 11 Euro).
Ihre Geschenkkäufe wollen die Deutschen nach wie vor in erster Linie in spezialisierten Fachgeschäften tätigen (36%). Trotzdem ist der Fachhandel rückläufig: 
  • Im Vorjahr entfielen noch 39% des Budgets auf Fachgeschäfte.
  • Im Jahr 2012 landeten sogar noch 52% der Ausgaben für Geschenke in den Kassen der Fachhändler.
  • Onlinehändler legen dagegen zu: Durchschnittlich 55 Euro wollen die Verbraucher im Internet ausgeben – das sind 15 Euro bzw. 38% mehr als im Vorjahr.
  • Auch Kaufhäuser und Einkaufszentren verzeichnen Zulauf: Hier wollen die Deutschen in diesem Jahr sogar 91 Euro ausgeben, im Vorjahr waren es nur 65 Euro.
  • Immer mehr Konsumenten nutzen sowohl den Online- als auch den Offline-Kanal für Information und Kauf. Am besten sind darum Händler aufgestellt, die beide Schienen bedienen und miteinander verknüpfen.
Grund für die Spendierlaune ist auch die gute Lage der deutschen Wirtschaft: Die Beschäftigung steigt ebenso wie die Reallöhne und Renten.

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