Die zehn größten Fehler beim Coverdesign

Buchcover – über kaum ein Thema in der Buchwelt wird so viel gestritten wie um die äußere Hülle eines Buches. Ist es wichtig? Trägt es zur Kaufentscheidung bei, oder kann man es getrost außer Acht lassen, weil es eigentlich um den Inhalt geht und daher Titel und Klappentext entscheidend sind?

Auf Indie Publishing gibt Juliane Schneeweiss, gelernte Grafikdesignerin und seit Jahren professionelle Cover-Gestalterin, Selfpublishern Tipps – die auch für (kleinere) Verlage interessant sein könnten.

Fehler Nr. 1 – Du benutzt eine Zeichnung von dir oder deinem Kind als Coverbild

Früher in der Schule hattest du gute Noten in Zeichnen? Deine zwölfjährige Tochter malt wunderschöne Landschaften mit Buntstiften? Gut und schön, doch reicht eine Zeichnung aus, um als Buchcover neben der Konkurrenz zu bestehen? – Nein. Wenn du nicht zufällig Kinderbuch-AutorIn bist oder deinen Lebensunterhalt als IllustratorIn bestreitest, dann solltest du von der Idee Abstand nehmen. Aus dem einfachen Grund, dass heutzutage viele Buchkäufe online stattfinden. Neben herkömmlichen Covern, die digital erstellt wurden und mit satten Farben glänzen können, wird eine Zeichnung fast immer untergehen.

Fehler Nr. 2 – Du glaubst, dass das Grafikprogramm gute Cover macht

Du hast gehört, dass ein anderer Autor sein Cover mit Photoshop gemacht hat? Du hast dir nun eine kostengünstige Version zugelegt und willst schnell ein Cover zusammenbauen? Du solltest dir das gründlich überlegen. Denn nicht das Grafik-Programm macht das Cover, sondern der Designer. Jeder Mensch kann sich mithilfe von Tutorials darin üben, ein Programm zu benutzen. Doch um ein gutes Cover zu kreieren, braucht man vor allem eines: Ein Auge für Gestaltung. Ausgebildete und studierte Grafikdesigner und Mediengestalter lernen über viele Jahre hinweg das Handwerkszeug des Designens, um irgendwann in diesem Beruf arbeiten zu können. Ja, du hast richtig gehört – es ist ein Beruf, genau so wie Koch, Schneider und Tischler. Es gibt Regeln und es gibt viele Dinge, die man falsch machen kann. Selbst ein von Hause aus künstlerisch begabter Mensch muss sein Auge schulen. Er muss einen Blick für Details bekommen, für Komposition und Stimmung. Das lernt man nicht an einem Tag, das ist ein Prozess. Wenn du es lernen möchtest, fang am besten noch heute damit an und sei dir darüber im Klaren, dass es eine Weile dauern wird, ehe sich der Erfolg einstellt. Kopf hoch: Übung macht den Meister!

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Indie Publishing gibt einen Überblick über zentrale Entwicklungen auf dem Selfpublishing-Markt sowie Markt der unabhängigen Verlage. Das Angebot soll Brücken bauen zwischen den Indies und Buchhandlungen, Verlagen und sonstigen Multiplikatoren.

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