Buntes Fernsehprogramm im Oktober

Im Oktober werden im Fernsehen interessante Sendungen und Filme für Literaturfans gezeigt. 
2. Oktober, 20.15 Uhr, ARD, „Pampa Blues“ 
Die Verfilmung des ersten Jugendromans „Pampa Blues“ von Rolf Lappert (mit seinem aktuellen Roman „Über den Winter“ für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert) ist jetzt im Fernsehen zu sehen. Ben ist 16 und sitzt in dem verschlafenen Kaff Wingroden fest, weil seine Mutter mal wieder mit ihrer Band durch die Lande tingelt und er auf seinen greisen Großvater und die Gärtnerei achtgeben muss. Ein bisschen Schwung in sein Leben bringt Lena, die mit ihrem klapprigen Peugeot ebenfalls hier gestrandet ist. Aber auch Maslow, der Visionär des Dorfes, sorgt mit seinen ausgefallenen Ideen für ausreichend Aufregung. Denn bald kreuzen nicht nur UFOs den Himmel über Wingroden, sondern auch junge Hochzeitspaare pilgern in Scharen herbei.
 
2. Oktober, 23 Uhr, ZDF, „Das Literarische Quartett“ 
Der Vorhang öffnet sich wieder: Fast 14 Jahre nach der letzten Sendung gibt es ein Revival des „Literarischen Quartetts“. Gastgeber Volker Weidermann ist Literaturkritiker beim „Spiegel“. Mit drei weiteren Literaturexperten debattiert er über vier Neuerscheinungen. Zum festen Stamm gehören Maxim Biller, Schriftsteller und Kolumnist („FAZ“) sowie Christine Westermann, Journalistin, Moderatorin und Autorin. Vierte im Bunde ist in der ersten Sendung die Berliner Juristin und Autorin Juli Zeh (u.a. „Nullzeit“), die durch ihr gesellschaftspolitisches Engagement vor allem gegen die Allmacht des Internets bekannt ist. Die Vier debattieren über die aktuellen Werke von Karl Ove Knausgård („Träume“) und Ilija Trojanow („Macht und Widerstand“), über den ersten Roman des ungarischen Regisseurs Péter Gárdos („Fieber am Morgen“) sowie über das Debüt des nigerianischen Autors Chigozie Obioma („Der dunkle Fluss“).

5. Oktober, 20.15 Uhr, ZDF, „Der Verlust“ 
Vor einem Jahr, am 7. Oktober 2014, starb Siegfried Lenz. In Erinnerung an den Schriftsteller zeigt das ZDF die Verfilmung seines Romans „Der Verlust“ als „Fernsehfilm der Woche“ am Montag, 5. Oktober 2015, 20.15 Uhr. Das Drehbuch schrieb Thomas Berger („Die Flut ist pünktlich“, „Tod eines Mädchens“), der auch Regie führte. Siegfried Lenz hatte das Drehbuch vor seinem Tod noch gelesen und war mit der Umsetzung einverstanden. In den Hauptrollen spielen neben Ina Weisse und Heino Ferch Fritzi Haberlandt, Margarita Broich, Hans-Jochen Wagner, Meret Becker und Peter Jordan.

7. Oktober, 21.35 Uhr, ARTE, „Europa und seine Schriftsteller“. Island erzählt von Auður Ava Ólafsdóttir, Jon Kalman Stefánsson und Arni Thórarinsson (Dokureihe)
Island ist für seine spektakuläre Natur berühmt. Weniger bekannt ist: Auf der Vulkaninsel werden jährlich die meisten Bücher weltweit veröffentlicht – die Isländer sind eifrige Leser. Filmemacherin Sylvie Deleule räumt mit Klischees auf und zeigt die Besonderheiten eines faszinierenden Landes.

8. Oktober, 21 Uhr, ARTE, „Gomorra“
Free-TV-Premiere der vielfach prämierten Serie „Gomorrha“. Die 12-teilige Serie basiert auf dem Buch „Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra“ (2008) von Roberto Saviano. Der Autor steht seit der Veröffentlichung seiner Recherchen über die italienische Mafia unter Polizeischutz. ARTE sendet bis zum 12. November jeden Donnerstag um 21 Uhr eine Doppelfolge.

14. Oktober, 21.30, ARTE, „Buch unter Druck: eine Kontroverse“ – Kulturdoku
Die Giganten Amazon und Apple haben mit ihren Vertriebsplattformen Monopole auf dem Buchmarkt geschaffen und die Kulturwelt binnen kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Mit E-Readern und E-Books kann inzwischen sogar das Leseverhalten von Nutzern geprüft werden. Doch gegen die Entwicklung regt sich Widerstand. Filmautor Siegfried Ressel, früher Inhaber einer Buchhandlung, besucht Aktivisten wie Dennis Mollat aus Bordeaux und blickt kritisch auf die digitalen Seiten des Lesens. 

19. Oktober, 20.15 Uhr, ARTE, „Zeit der Unschuld“
„Zeit der Unschuld“ von Martin Scorsese aus dem Jahr 1993 ist eine Verfilmung des Romans „Age of Innocence“ von Edith Wharton, für den sie 1921 den Pulitzer-Preis erhielt. In dem Epos über gesellschaftliche Konventionen im späten 19. Jahrhundert in New York spielen Daniel Day-Lewis, Michelle Pfeiffer und Winona Ryder. 

21. Oktober, 22.50 Uhr, ARTE, „Europa und seine Schriftsteller“. Portugal erzählt von Mário de Carvalho, Lídia Jorge, Goncalo M. Tavares und Mia Couto (Dokureihe)
Seit 800 Jahren hat Portugal unveränderte Landesgrenzen und zählt zu den ältesten Nationen Europas. Die Schriftsteller Mário de Carvalho, Lídia Jorge, Goncalo M. Tavares und Mia Couto schildern ihre Sicht auf das zwiespältige Verhältnis der Portugiesen zu ihrer Heimat. Während Jorge von einer „Dichotomie zwischen den Portugiesen und Portugal“ spricht, erläutert de Carvalho, warum viele glauben, Portugal sei ein wunderbares Land – wenn nur die Portugiesen nicht wären.

21. Oktober, 23.45 Uhr, ARTE, „Stein der Geduld“
Ein einfühlsames Drama um eine junge Frau in Afghanistan nach dem gleichnamigen Roman von Atiq Rahmi. Irgendwo in Afghanistan, mitten im Krieg: Eine junge Frau wacht über ihren Ehemann, der seit einem Beschuss im Koma liegt. Am Bett sitzend vertraut sie ihm ihre Geheimnisse an. Ihr Mann wird so für sie zum „Stein der Geduld“, der nach der persischen Mythologie vor Leid schützt. 

25. Oktober, 20.15, ARTE, „Garp und wie er die Welt sah“ – Hommage an Robin Williams
40 Jahre lang brachte Robin Williams seine Fans zum Lachen, bevor er sich 2014 das Leben nahm. Im Anschluss an die Verfilmung des Romans von John Irving „Garp und wie er die Welt sah“ mit Williams in der Hauptrolle sendet ARTE ein Porträt über den wandlungsfähigen Schauspieler. 

28. Oktober, 21.45, ARTE, „Europa und seine Schriftsteller“. Rumänien erzählt von Norman Manea, Gabriela Adamesteanu, Mircea C?rt?rescu und Florin Lazarescu (Dokureihe)
Rumänien ist noch auf der Suche nach sich selbst: unruhig, vergleichsweise jung, enttäuscht über sein schlechtes Image im Ausland und gleichzeitig deprimiert von seiner Vergangenheit – doch manchmal auch begeistert von seinen Gründungsmythen. Die vier rumänischen Schriftsteller Norman Manea, Gabriela Adamesteanu, Mircea C?rt?rescu und Florin Lazarescu erzählen von der Rolle der Literatur in einem Land, das sich wieder neu erfindet. 

30. Oktober, 20.15, ARTE, „Der Räuber“
Johann Rettenberger ist Marathonläufer und Serienbankräuber. Menschliche Nähe kann er nicht ertragen. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen und bei Banküberfällen. Bis zu dem Zeitpunkt als ihn die Begegnung mit einer früheren Bekannten ganz plötzlich aus der Bahn wirft. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Martin Prinz und erzählt die Geschichte von Johann Kastenberger, alias „Pumpgun-Ronnie“. 

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