Großer Name, kleine Fläche

Dass der Karstadt-Bucheinkauf aufgelöst wird, hatte sich bereits in den vergangenen Wochen durch Personalabbau abgezeichnet. Jetzt präsentiert der angeschlagene Warenhauskonzern seine Lösung: Es wird weiterhin ein Buchangebot geben, der von Partner Hugendubel auf rund 30 qm bestückt wird. Hugendubel ist bereits mit 17 größeren Flächen in Karstadt-Filialen vertreten. Ca. 10 davon sollen im bisherigen Format erhalten bleiben, ansonsten gilt die Kompakt-Strategie.

Bis Ende 2015 sollen die neu von Ladenbauer Schwitzke entwickelten ca. 30 qm großen Hugendubel-Abteilungen in bis zu 20 Karstadt-Häusern eingerichtet werden und mit einem aktuellen Buchangebot bestückt werden. Das Sortiment wird von Buchhändlern in der Münchner Zentrale in Zusammenarbeit mit Verlagen ausgesucht.

Es sei ein Angebot für Kunden, „die es einfach und unkompliziert wollen und sich ohnehin auf die Hugendubel-Vorauswahl verlassen“, erläutert der geschäftsführender Gesellschafter Maximilian Hugendubel das Konzept, das Karstadt-Einkaufschef Jörg Peter Schmiddem auf den Punkt bringt: „Wir konzentrieren uns vom Angebot her konsequent auf Bestseller und Topseller, also Bücher, für die bereits eine erhebliche Nachfrage besteht.“ Partner Hugendubel kümmert sich um Einkauf, Logistik und Warenpräsentation.

Insgesamt wird sich die Hugendubel-Präsenz in den Karstadt-Häusern von heute 17 auf bis zu 37 erhöhen. „Als Ergänzung zu unserem bestehenden Filial-, Online- und Digitalgeschäft, können wir uns dieses neue Konzept perspektivisch sogar bundesweit in allen Karstadt-Häusern vorstellen“, deutet Maximilian Hugendubel Weiterungen an.

Die Shop-in-Shops werden offensiv unter der Marke Hugendubel präsentiert, buchhändlerisches Personal ist nicht vor Ort. Kunden, die darüber hinaus Beratung suchten werden an die klassischen Hugendubel-Buchhandlungen (ca. 90 Standorte) verwiesen.

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