Cupertino geht in München shoppen

Für die Ikea-Kataloge hat Metaio eine Augmented Reality-Erweiterung programmiert.

Wenn Apple ein deutsches Unternehmen unternimmt, ist dies schlagzeilenreif. So geschehen bei Metaio. Einer der weltweit führenden Anbieter von Augmented Reality-Software und -Lösungen gehört jetzt zum Unternehmen aus Cupertino. Und hat (personelle) Wurzeln in der Buchverlagsbranche.

Denn der Finanzenchef von Metaio ist Andreas Wiedmann (Foto), der zuvor in führenden Positionen bei Thienemanns, Ars Edition und CartoTravel/ADAC gearbeitet hat. 2013 war Wiedmann Referent beim buchreport-Zukunftstag in Hamburg.

Bekannt ist Metaio u.a. dadurch, dass der Ikea-Katalog mit interaktiven Elementen versehen wurde. Auch deutsche Zeitungsverlage arbeiten mit Metaio zusammen.

Im Sommer 2014 präsentierte Metaio seine sogenannte „6D Holodeck“-Technologie: Mit Holodeck lassen sich virtuelle Welten via Smartphone-Kamera direkt in die reale Umgebung projizieren. Die Technik verwendet u.a. integrierte Bewegungssensoren und Gyroskope in mobilen Geräten, um die virtuelle Welt auf die lokale Umgebung des Nutzers zu verankern. Ist die virtuelle Umgebung einmal mit der realen Welt verknüpft, kann der Nutzer sich frei in dieser bewegen und navigieren. Alles, was er dazu braucht ist die Kamera seines Smartphones oder Tablet-PCs.
Im vergangenen Jahr hat sich der pubiz-Chef vom Dienst Michael Lemster ausführlich mit AR beschäftigt. Sein Fazit: „Für die Industrie der Textmedien, die um ihren Status als Leitmedium kämpft, und damit auch für die Presse- und Buchverlage bleibt AR ein schwieriges Terrain.“
Gleichwohl erklärte Metaio-Finanzenchef Wiedmann schon im buchreport-Interview vor zwei Jahren auf die Frage, ob Augmented Reality eine Perspektive in der Buchbranche hat: „Ja – zumindest muss man es mal versuchen. Mit 500 Euro und ein bisschen Software-Kenntnisse ist man bei Metaio schon mit dabei. Sicher nicht eine High-End-Lösung wie nun der neue Ikea-Katalog es darstellt. Oder auch nicht Audi, das gerade seine Betriebsanleitungen durch eine AR-App ergänzt.  Aber ein Versuch – ganz im Sinne der oben beschriebenen Notwendigkeit der Annäherung von Content–Providern an digitale Technologien – ist allemal wert. Und auch der große Erfolg von AR bei den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen zeigt, dass AR inzwischen viel mehr ist als eine nette Marketingspielerei.“
Ein Beispiel für AR in der Buchbranche ist das Carlsen-Programm „LeYo!“, bei dem Print-Kinderbücher und Apps angeboten werden, um Texte per AR anzureichern.
Im Interview mit pubiz.de schildert Markus Dömer (Carlsen-Unternehmensentwickler) den Ansatz von Augmented Reality in Kinderbüchern.

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