Konfliktträchtig und krisenhaft

Die „Welt“ berichtet über eine Studie, nach der Schulbücher die Vielfalt im Klassenzimmer nur unzureichend abbilden würden. Demnach werden Migranten oft als Opfer dargestellt. Die Studienleiter geben den Verlagen Empfehlungen für die Zukunft.

Das Georg-Eckert-Institut (Braunschweig) und die Universität Hildesheim hatten 65 Schulbücher der Klassen 7 bis 9 in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Brandenburg untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass diese die gesellschaftliche Vielfalt in den Klassenzimmern nur mangelhaft abbilden würden. Migration werde in den Sozialkunde-, Geschichts- und Geografiebüchern als konfliktträchtig und krisenhaft dargestellt, Migranten würden als Objekte und nicht als aktiv handelnde Personen dargestellt, schreibt Autorin Freia Peters.

Die Studienleiter geben den Verlagen Empfehlungen für die Zukunft, u.a.:

  • Mehr Schulbuchautoren mit Migrationshintergrund einstellen.
  • Begriffe wie „die Deutschen“ oder „die Türken“ sollten entschlüsselt und dürften nicht stereotyp verwendet werden.
  • Aufgabenstellungen sollten vermieden werden, die davon ausgingen, dass sich die persönlichen Bezüge der Lernenden weitgehend unterschieden zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund.

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