Schreiben und gesehen werden

Sichtbarkeit im stationären Buchhandel ist ein zentrales Anliegen von Selfpublishern. Das geht aus der neuen „Self-Publishing-Studie 2014 des Selfpublishing-Dienstleisters BoD hervor, die buchreport.de exklusiv vorab vorliegt. Demnach suchen immer mehr Autoren selbstverlegter Bücher aktiv die Zusammenarbeit mit dem Sortiment. 
Satte 84% der Selfpublisher halten die Präsenz im stationären Buchhandel für „einen wichtigen Faktor für den Erfolg ihres Buches“, heißt es in der Studie, die auf einer Umfrage unter 2700 Selbstverlegern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Schweden und Finnland basiert. Im Sortiment sei es zwar für die Masse der unbekannten Autoren schwierig, sich auf der knappen Fläche neben dem Angebot der Verlage ein Plätzchen zu finden, aber Selfpublisher begegneten dieser Herausforderung „mit engagierter Buchvermarktung“, heißt es in der Untersuchung.
Als Beispiele nennt die „Selfpublisher-Studie“ vor allem die persönliche Kontaktaufnahme: „So nimmt fast jeder zweite Autor persönlichen Kontakt zu Buchhändler auf, um sein Werk zu bewerben.“ Immerhin drei von vier angesprochenen Buchhandlungen nähmen den betreffenden Titel dann auch ins Sortiment. Darüber hinaus habe im Rahmen von Lesungen immerhin schon jeder zehnte der befragten Selfpublisher mit einer Buchhandlung kooperiert.

Weitere Ergebnisse:  

  • Für jeden dritten Autor ist das Schreiben bereits eine Hauptbeschäftigung und Einkommensquelle – 2013 waren es nur 12,5%. Mit 42,2% sind die meisten Selfpublisher aber nach wie vor Hobby-Autoren.

  • Gaben 2013 insgesamt nur 6,8% der Befragten an, fünf Stunden und mehr in der Woche auf Marketingaktivitäten für das eigene Buch zu verwenden, bringen heute schon 19% der schwedischen Self-Publisher diese Zeit auf. Selbst bei finnischen Autoren, die im europäischen Vergleich mit 5,1% mit Abstand am wenigsten Zeit in die Buchvermarktung investieren, gibt es ein deutliches Plus (1,7% im Jahr 2013). In Frankreich sind es hingegen 18 Prozent. Mit 64,7% bezeichneten hier auch besonders viele Autoren das Schreiben als eine Hauptbeschäftigung – im deutschsprachigen Raum waren es nur 34,9%.

  • Jeder dritte Selbstverleger nutzt die Unterstützung von Dienstleistern, um sein Buch professionell zu erstellen und zu gestalten. In Dänemark ist es mit 52,3% sogar mehr als jeder zweite Autor. Knapp jeder zehnte europäische Self-Publisher investiert hierfür bereits mehr als 1.000 Euro pro Titel.
  • Wichtigste Erfolgsfaktor ist aus Sicht der Autoren der Inhalt ihres Buches, dicht gefolgt vom Marketing und dem Cover. 

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