So werden Sie sichtbar im Social-Media-Rummel

Facebook muss immer größere Datenmengen bewältigen. Ein Algorithmus filtert und sortiert die für die Nutzer relevanten Beträge. Unternehmen müssen ihre Inhalte deshalb optimieren, zeigt Norsin Tancik (Sales- und Marketing-Managerin bei Bilandia) in einer buchreport.praxis-Analyse (buchreport.magazin 1/2015).

Wir alle leben in einer bunten Online-Blase: Amazon glaubt zu wissen, welche Produkte uns gefallen könnten, Google sortiert uns relevante Treffer. Die Basis: Unser bisheriges Kauf- bzw. Suchverhalten.

Diese Blase begleitet uns auch auf der Social-Media-Plattform Facebook – in Form seines Algorithmus. Über 100.000 Faktoren bestimmen, was im Newsfeed jedes Nutzers im sichtbaren Bereich landet und somit als relevant eingestuft wird. Auch beim Facebook-Algorithmus spielt das bisherige Verhalten auf der Plattform eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung der Inhalte: Welche Seiten hat der Nutzer geliked? In welchem Umfeld bewegen sich seine Freunde, mit denen er am meisten interagiert? Mag der Nutzer lieber Link- oder Bild-Postings? Aus all diesen Faktoren schließt der Algorithmus, welche Inhalte eine hohe Relevanz für den Nutzer haben. 
Leistungen des Facebook-Algorithmus

Mittlerweile muss der Algorithmus unglaublich große Datenmengen verarbeiten, denn die Konkurrenz im Stream ist in den vergangenen Monaten gewaltig gewachsen. Pro Login werden die Nutzer mit durchschnittlich 1500 potenziellen Beiträgen konfrontiert, wäre da nicht der Algorithmus, der so vieles im Vorhinein aussortiert, sodass nur 300 Beiträge angezeigt werden.

Das hat seine Vor- und Nachteile: Für den Nutzer ist es in erster Linie eine Bändigung seines Newsfeed, der vor zu vielen Informationen überquillt. Deshalb arbeitet Facebook beständig an der Optimierung. Herrschte vor einem Jahr noch ein Grundrauschen durch viele sogenannte Frictionless-Sharing-Postings (Was hören meine Freunde auf Spotify? Was pinnen sie auf Pinterest? Welchen Artikel lesen sie gerade?), tauchen diese Inhalte jetzt kaum noch im Stream auf.

Die Wahrscheinlichkeit, dass relevante Inhalte im eigenen Newsfeed sichtbar werden, ist gewachsen, aber es bleiben immer noch große Unschärfen. Hier zeigen sich die Grenzen der Berechenbarkeit: Menschen und ihre Beziehungen, Emotionen und Interessen sind nicht nur komplex, sondern auch in einem ständigen Wandel. Möchten Nutzer wirklich potenziell jeden Inhalt einer nahestehenden Person sehen? Und was ist mit dem Filter, der auf Gewohnheiten und Vorlieben zurückgreift, aber den Blick verengt und selten über den Tellerrand schauen lässt?

Die Auswirkungen für Verlage

Nicht nur die Nutzer erleben die Auswirkungen des Algorithmus, auch die Unternehmensseiten auf Facebook sind betroffen. Die User werden mit immer mehr Inhalten konfrontiert. Sie haben mehr Freunde und liken mehr Unternehmensseiten. All diese Inhalte konkurrieren um Aufmerksamkeit und die begrenzte Zeit der Nutzer.

Mehr Inhalte und mehr Konkurrenz innerhalb des Streams wirken sich auf die organische Reichweite der Beiträge aus, also der natürlichen Reichweite des Postings ohne jegliche Bewerbung. Durch den neuen Algorithmus ist die organische Reichweite der Beiträge kontinuierlich gesunken. Laut Facebook würde ein Stream ohne Algorithmus die organische Sichtbarkeit der Beiträge noch weiter verringern. Das ist in Anbetracht von 1500 Beiträgen pro Nutzer pro Login durchaus nachvollziehbar, dennoch sind viele Seitenbetreiber frustriert, wenn ihre Inhalte nicht gesehen werden. Doch es gibt Möglichkeiten, die Sichtbarkeit der Inhalte kostenlos und mit wenig Aufwand zu steigern.

Wie das gelingen kann, zeigt eine Analyse im buchreport.magazin 1/2015. Teil 2 der Analyse von Sibylle Bauschinger gibt Empfehlungen, wie Unternehmen/Verlage mit Facebook-Anzeigen ihre Reichweite steigern können. Hier können Sie das Heft bestellen.

Außerdem haben Bilandia und buchreport kürzlich ein Webinar zum Thema veranstaltet, dessen Videos hier und hier bezogen werden können.

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