Blogger gehen vor

Bittere Pille für den digitalaffinen Buchhandel: Das 2011 von Epidu, Umbreit und Ceebo ins Leben gerufene Geschäft mit den eBookCards wird zum Jahreswechsel eingestellt. Die Ebook-Geschenkkarten wurden nach Auskunft der Partner von Händlern wie Kunden gut angenommen, die Entscheidung sei aus anderen Gründen gefallen.
Die 402 am Programm teilnehmenden Buchhandlungen wurden bereits informiert. Die eBookCards werden noch bis Jahresende vertrieben und können bis zum 7. Januar von den Händlern aktiviert werden. Epidu gewährleistet, dass die entsprechenden Ebooks noch zwei Jahre lang heruntergeladen werden können. 

Die E-Book-Karten funktionieren ähnlich wie Gutscheine. Der Kunde findet auf der Karte Informationen zum Inhalt und Autor des jeweiligen Buches. Seit Oktober 2012 sind auch titelneutrale Karten erhältlich, die der Kunde für ein Ebook seiner Wahl einlösen kann. Nach dem Kauf kann der Kunde den Buch-Code seiner Karte auf www.ebookcards.de eingeben oder mit der integrierten Smartphone-Kamera den QR-Code abrufen und anschließend das E-Book im gewünschten Format (PDF oder Epub) herunterladen. Der Buchhändler kann die Karten über das Barsortiment abrechnen.
Ausschlaggebend sei nicht die Resonanz auf das Programm gewesen, betonten Epidu und Umbreit auf Nachfrage von buchreport.de – im Gegenteil: Das Geschäft sei sehr gut gelaufen, insbesondere die titelneutralen „Joker“ seien sehr gut angenommen worden. Hintergrund sei vielmehr, dass das vierköpfige Epidu-Team seine Ressourcen künftig auf die Rezensionsplattform „Blogg dein Buchkonzentrieren wolle und daher das Geschäftsfeld der Ebook-Karten zum Verkauf gestellt habe. Mit Umbreit sei man sich bei den Verhandlungen über einen Verkauf nicht einig geworden. Ein Käufer werde noch gesucht. 
Umbreit stellt jetzt zum 1. Januar 2015 alle Vertriebsaktivitäten zu den Karten ein und bittet die am eBookCards-Programm teilnehmenden Buchhandlungen, sämtliche verbliebenen Kartensets bzw. einzelne Restkarten zurückzuschicken. Diese werden dann von Umbreit erstattet. „Wir finden es sehr schade, dass wir die Karten nicht mehr anbieten können. Gerne hätten das Geschäftsfeld übernommen“, erklärt Lutz Saling vom Umbreit. Eine neue Lösung sei bisher noch nicht in Aussicht, mit einem potenziellen neuen Investor für die eBookCards werde man aber gerne wieder kooperieren.

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