Können wir Ihnen helfen?

Der Pinguin als Marke: In den doppelseitigen Anzeigen in „New York Times Book Review“ und in der Online-Werbung u.a. bei GoodReads, People.com und dem Branchendienst „Shelf Awareness“ spielt das Penguin-Logo, der Pinguin, eine zentrale Rolle. 

Das viel zitierte Stichwort Discoverability, die Sichtbarmachung und Auffindbarkeit von Büchern, stand bei der „Penguin Hotline“ Pate, die am 1. Dezember in den USA freigeschaltet wurde. Seither hat sich der Buchempfehlungsservice der Penguin Publishing Group zu einem veritablen Kundenbindungsinstrument entwickelt, resümiert Verlagschefin Madeline McIntosh, die die Aktion angestoßen hatte.

Rund 2000 Anfragen von Konsumenten sind in der ersten Woche eingegangen, deutlich mehr als erwartet. McIntosh: „Wir waren uns ziemlich sicher, dass die Idee draußen Beifall findet, aber es ist ein großer Unterschied, einen Service zu mögen und ihn auch tatsächlich aktiv zu nutzen.“
Der Ansatz: 

  • Auf der Webseite www.penguin.com/penguinhotline müssen buchsuchende Konsumenten einen kurzen Fragebogen u.a. mit Angaben über Lesegewohnheiten, Alter und Interessen ausfüllen.
  • Die eingehenden Anfragen werden nach Warengruppen sortiert und in die jeweiligen Abteilungen weitergeleitet.
  • Ein Netzwerk von über 300 (freiwilligen) Mitarbeitern, darunter auch Verlegerin Madeline McIntosh, teilt sich die Beantwortung der Anfragen.
  • Empfohlen werden nicht nur eigene Titel, sondern auch die anderer Verlage.
  • Bei Nennung der Postleitzahl werden Buchhandelsadressen mitgeliefert.
Weil die Hotline so gut ankommt, soll sie zu einem dauerhaften Angebot werden. „Wir haben offensichtlich bei den Lesern einen Nerv getroffen“, sagt McIntosh. Jetzt geht es in erster Linie darum, dafür ein dauerhaftes Format zu finden, das weniger Mitarbeiter einbindet. 

Auch Rowohlt spricht im Weihnachtsgeschäft Leser direkt an und bietet Hilfe bei der Geschenke-Suche an, unter der URL www.buch-boutique.de/geschenkideen. Das Procedere: Der Nutzer gibt den Zweck des Buchs bzw. die Vorliebe des Lesers an (z.B. das Weihnachtsfest verschönern, Tore zu anderen Welten öffnen, gute Vorsätze für das neue Jahr beflügeln?). Dann wird nach männlichen oder weiblichen Lesern bzw. Kindern unterschieden. Unterschiede zu Penguin: Rowohlt setzt auf Selektion per Algorithmus und empfiehlt nur eigene Bücher.

Kommentare

1 Kommentar zu "Können wir Ihnen helfen?"

  1. Michael Lemster | 2. Januar 2015 um 17:56 | Antworten

    Wurden die 3.000 Anfragen VOR oder NACH dem Fragebogen gezählt? Solche Fragebögen sind gern Konversions-Killer…

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