Um die 40%-Marke

Zahlreiche Medien stehen Jugendlichen heutzutage zur Verfügung. Trotz der Konkurrenz vor allem durch digitale Medien hat das Buch seinen Platz in der Freizeitgestaltung der 12 bis 19-Jährigen. Laut JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, [Multi-]Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MPFS) nutzen 22% der Befragten täglich Bücher, weitere 18% mehrmals pro Woche.

Damit rangiert das Buch im Mittelfeld der Beschäftigungsmöglichkeiten. Auf den ersten Plätzen: Internet (81% täglich, 13% mehrmals pro Woche), Mobiltelefon (87 bzw. 6%) und Fernsehen (57 bzw. 6%). Unter den Beschäftigungsmöglichkeiten wurde das Lesen von E-Books gesondert abgefragt und liegt mit nur 3 bzw. 2% auf dem vorletzten Rang, vor dem Kino.

Weitere Befunde: 

  • 51% der Mädchen greifen mehrmals pro Woche zum Buch und 8% zum E-Book. Bei den Jungen sind es 28 bzw. 3%.
  • In der Summe ist der Anteil der Jugendlichen, die regelmäßig außerhalb eines schulischen Kontexts und damit freiwillig Bücher lesen, trotz gesteigerter Internetnutzung seit vielen Jahren konstant geblieben. Der Anteil der regelmäßigen Leser unterliege zwar geringen Schwankungen, bewege sich jedoch immer um die 40%-Marke, so der MPFS.
  • Durchschnittlich verbringen die Befragten nach eigener Einschätzung 61 Minuten pro Tag (Mo–Fr) mit dem Lesen von Büchern.
  • 19% der Jugendlichen gehören zu den Nichtlesern. Mit 26% ist dieser Anteil unter den Jungen fast doppelt so hoch wie bei den Mädchen, von denen nur 11% nie ein Buch lesen. 
  • Bei den 16- bis 17-Jährigen ist der Anteil der Nichtleser mit 23% am höchsten im Vergleich zu anderen Altersgruppen.
Lektüre der Jugendlichen

Zum Zeitpunkt der JIM-Befragung gaben 59% der Jugendlichen (die zumindest selten Bücher lesen) an, gerade ein Buch zu ?lesen. Dies bejahten deutlich mehr Mädchen (64%) als Jungen (52%).

Die Bandbreite der derzeit gelesenen Titel ist dabei sehr groß. Sie reicht von Titeln der „Twilight“-Reihe bis hin zur Gegenwartssatire „Er ist wieder da“ von Timur Vermes. Die meistgenannten ?Titel in diesem Jahr sind „Harry Potter“ und „Die Tribute von Panem“. Anschließend folgen „Die Bestimmung“ von Veronica Roth, die Comic-Roman-Serie „Gregs Tagebuch“ sowie der Roman „Das Schicksal ist ein ?mieser Verräter“ von John Green. Insgesamt sind Fantasy-Titel, wie beispielsweise aus der „Eragon“- Reihe, sehr häufig vertreten.

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