Die Suche nach der Erfolgsformel für Nonbooks

Noch vor Jahren galten Nonbooks als neue Heilsbringer für den Buchhandel, mit dem sich die schwindenden Buchumsätze spielend ausgleichen lassen. Inzwischen ist beim Thema Zusatzsortimte eine gewisse Ernüchterung im Handel spürbar. Händler und Berater verraten, wie sich Nonbooks doch noch zur Erfolgsgeschichte entwickeln können.
Aus Sicht von Beraterin Angelika Niestrath lohnen sich Nonbooks für den Buchhandel vor allem aus folgender Überlegung heraus:
  • Kundenmotivation: Buchhandlungen sind für viele Kunden der Ort, wo sie Geschenke (für sich und für andere) entdecken können, Nonbooks bieten eine Alternative oder Ergänzung zum Buch.
  • Einkaufserlebnis: Nonbooks bedienen die Erwartungen der Kunden an den Einkauf im stationären Handel – Stichworte: Einkaufserlebnis, Inspiration, Entdeckung.
  • Sortimentsprofilierung: Nonbooks ermöglichen eine unverwechselbarere Sortimentsgestaltung als eine reine Buchpräsentation. Nonbook-Inszenierung vermittelt auf den ersten Blick Emotionen, Ambiente und Stimmung.
  • Betriebswirtschaft: Nonbooks bieten ein Zusatzgeschäft mit höheren Margen als bei Büchern. 
Zudem bieten Nonbooks die Möglichkeit, sich von der immer stärker werdenden Online-Konkurrenz abzuheben, erklärt Beraterin Gaby Marx: Glückwunschkarten, Musikalien und wertige Dekoartikel seien im Gegensatz zu Büchern online schwerer zu entdecken, so dass hier die Neigung des Kunden, stationär zu kaufen, deutlich höher sei. 
In Gesprächen mit Buchhändlern und Beratern wird schnell klar: Wirklich erfolgreich mit Nonbooks ist nur, wer die nötigen Kompetenzen aufbaut und sich intensiv mit der Sortimentserweiterung beschäftigt: „Man muss bei Nonbooks in die Vollen gehen. Es hilft nicht, mal hier mal da ein bisschen zu verteilen. Wenn man Nonbooks verkaufen will, muss man das in ganz großem Stil machen“, erklärt etwa Franzis Hensch von der gleichnamigen Buchhandlung in Aachen. Das sei ähnlich wie beim Buchsortiment: „Entweder nimmt man das, was alle haben – die sicheren Bestseller – oder man sucht das individuelle.“ Sofern man sich für Letzteres entscheidet, müsse man aber auch bereit sein, sich auf Experimente (und Fehlgriffe) einzulassen.
Wie die Gestaltung von Zusatzsortimenten konkret gelingen kann, erläutert das aktuelle buchreport.spezial PBS/Nonbook/Geschenke auf 44 Seiten.

Lesen Sie darin u.a.:

  • warum sich Nonbooks für Buchhändler lohnen,
  • worauf Sie bei der Preisgestaltung für Zusatzsortimente achten müssen,
  • welche Fehler Sie beim Aufbau von Nonbook-Sortimenten vermeiden sollten,
  • wie Sie neue Trends im Bereich buchferner Produkte entdecken,
  • auf welche Weise sich Grußkarten besser präsentieren und auswählen lassen,
  • wie Sie Spielwaren erfolgreich in Ihrer Buchhandlung integrieren können.
Hier ein erster Vorgeschmack auf das Heft:

Das buchreport.spezial PBS/Nonbook/Geschenke liegt dem aktuellen buchreport.magazin November 2014 bei. Hier können Sie die Hefte bestellen.

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