Höchste Eisenbahn

Als dritter Australier in der Geschichte der Auszeichnung hat Richard Flanagan den renommierten Man Booker Prize für englischsprachige Literatur gewonnen. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund erhält Flanagan für den Roman „The Narrow Road to the Deep North“ (bei Chatto & Windus erschienen).

Flanagan setzte sich am Ende gegen die auf der Shortlist platzierten Autoren Howard Jacobson, Neel Mukherjee, Ali Smith, Joshua Ferris und Karen Joy Fowler durch.
In seinem Roman verarbeitet Flanagan die Erlebnisse seines Vaters im Zweiten Weltkrieg, der als Kriegsgefangener der Japaner am Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn mitwirkte. 
Hierzulande sind Bücher von Flanagan beim Atrium Verlag, Berlin Verlag und Insel Verlag erschienen – allesamt nicht lieferbar.
Im vergangenen Jahr hatte die neuseeländische Schriftstellerin Eleanor Catton den Preis für den Roman „The Luminaries“ erhalten. Catton war die jüngste Gewinnerin der von der Man Group gesponserten Auszeichnung und nach Keri Hulme („The Bone People“, 1985) die zweite Neuseeländerin, die mit dem Literaturpreis ausgezeichnet worden war. 
In der englischen Buchwelt gilt der Man Booker Prize nicht nur als Ritterschlag, sondern auch als Vertriebsturbo. So wurden von Hilary Mantels Gewinner-Romanen „Wolf Hall“ und „Bring Up the Bodies“ allein in Großbritannien mehr als 1 Mio Exemplare verkauft. Von Cattons Siegertitel wurden weltweit 500.000 Stück verkauft.
In diesem Jahr war der Booker-Preis erstmals für Schriftsteller aus aller Welt geöffnet worden. Voraussetzung: Sie haben ein literarisches Werk in englischer Sprache verfasst, das in Großbritannien erschienen ist. Bisher war der Man Booker nur für englischsprachige Autoren aus dem Vereinigten Königreich, Irland und den Commonwealth-Ländern offen.

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