Es wird zu wenig experimentiert und evaluiert

Martina Steinröder berät Verlage darin, digitale und mobile Produkte zu entwickeln. Die Referentin der Akademie der Deutschen Medien ist Seminarleiterin für den Opens external link in new windowZertifikatkurs „Produktentwicklung Digital/Mobil“ vom 20. bis 24. Oktober 2014 in München. Im Interview äußert sich Steinröder über Start-Ups-Mentalität, die Einbindung des Kunden, Fehler und Versäumnisse von Verlagen – und ihr Lieblings-Digitalprojekt.  

E-Books, Apps, E-Learning-Angebote – digitale Produkte sind in Verlagen nicht mehr wegzudenken. Wie sollten Verlage vorgehen, um solche neuen Geschäftsfelder zu erschließen?
Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sind: maximale Kundennähe, sehr gute Kenntnisse des digitalen „State-of-the Art“ und von Trends und Entwicklungen, sowie „interdisziplinäre“ Zusammenarbeit von Anfang an und ein hohes Maß an „open Mind“ und Unabhängigkeit von den klassischen Verlagsstrukturen. 
Also von Start-ups lernen?

Ja, Start-Up-Mentalität und Start-Up-Strukturen mit viel Flexibilität, Schnelligkeit und einfach-Machen als sich-Nicht-Entscheiden sehr wichtig.  

Welche Rolle spielt heute der Kunde?

Die Kunden spielen in der Entwicklung digitaler Produkte eine zentrale Rolle – von der Produktentwicklung bis zum Launch und darüber hinaus. In den frühen Phasen der Produktentwicklung geht es darum, in die Lebenswelten der Kunden einzutauchen, ihre Probleme und Wünsche zu verstehen. Es geht darum Bedürfnisse zu erkennen, Anregungen zu bekommen, sich inspirieren zu lassen. Hierfür gibt es gut geeignete und einfach einsetzbare Methoden, z. B. mit Co-Creation-Ansätzen. Das Selber-Denken bleibt den Innovatoren und Produktentwicklern jedoch nicht erspart, denn Kunden sind keine Produktenwickler und Kundenwünsche eins zu eins umzusetzen, ergibt keine wirklich erfolgreichen Produkte.

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