Revolution später

Mit vielen Vorschuss-Lorbeeren bedacht, startete am Wochenende die Readfy-App für die breite Masse. Das Konzept: werbefinanziertes mobiles Gratislesen. Am Start: laut Angaben des Anbieters ca. 25.000 E-Books. Die User Experience: noch mau, meint pubiz.de. 

Die Ankündigung von Readfy im April 2014 löste Interesse, teilweise Begeisterung aus. Einige Wochen war Readfy Tagesgespräch – dann wurde es, wie in solchen Fällen üblich, still um die Anwendung und ihre Macher. Jetzt ist die neue Readfy-App für Android und iPhone da – und überzeugt noch nicht völlig. pubiz.de hat sich die App angeschaut.

Das Beste ist das Start-Programm von 25.000 Titeln (was sich schlecht nachprüfen lässt). Die großen Verlage fehlen, aber es gibt bekannte Verlagsnamen wie Matthes & SeitzWeissbooksBrunnenWestendPicusAnaconda oder Heel. Es sind noch viele andere Verlage mit dabei. Diese tragen mit durchaus frischen Titeln zur Liste bei, die sich nur online lesen lässt. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Titel stammt allerdings aus den üblichen Quellen der Books on Demand und neuer E-Verlage, denen an Reichweite um jeden Preis gelegen sein muss.

Mit der Perspektive von E-Book-Abos hat sich kürzlich ein buchreport.webinar beschäftigt, zu den Referenten gehörte Readfy-Mitgründer Frank Großklaus. Hier weitere Infos.


Der Aufruf der Inhalte flutscht, auch die Einstellungen von Schriftgröße, Helligkeit usw. Damit endet der Komfort aber auch. Die Navigation innerhalb der einzelnen Titel ist schwierig – in einem Kochbuch ist es kaum möglich, ein Rezept zu verstehen, da die Seitenanzeige sich (unter Android 4.2.2.) nicht verschieben lässt.
Die Links in den Inhalts- oder Rezeptverzeichnissen funktionieren nicht, stattdessen kann es beim Drauftippen passieren, dass man lärmende Videowerbung auslöst.
Auch Layout und Typographie laufen Amok: Schriftfarben, Schriftgrößen, Absatzabstände fallen ohne erkennbare Logik durcheinander. 
Fazit: um in dem mittlerweile sehr gut besetzten Markt der Reading-Apps einen Akzent zu setzen, muss Readfy noch ziemlich hart arbeiten.

Der komplette Artikel ist auf pubiz.de zu lesen.

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