Öffnung für den Standortbuchhandel

Die Tolino-Präsentation bei Thalia in der Dortmunder Thier-Galerie.

Die Vertriebsbasis für den E-Reader Tolino, Hauptkonkurrent des geschlossenen E-Reading-Systems Kindle von Amazon, soll jetzt noch einmal deutlich verbreitert werden. Die Marketing- und Vertriebsgemeinschaft aus Thalia, Weltbild, Hugendubel, Club Bertelsmann und Telekom, die den Tolino im Frühjahr 2013 auf den Markt gebracht hatte, steht in intensiven Verhandlungen mit dem Barsortiment Libri. Das meldet der aktuelle buchreport.express.

Großhändler Libri würde nach den Plänen seine Buchhandelskunden über die Libri-Shops an die Tolino-Welt ankoppeln und ist offenbar bereit, dafür ein kräftiges Eintrittsgeld zu zahlen. Der angebahnte Deal wird von den Parteien derzeit weder bestätigt noch dementiert, alle Beteiligten haben offenbar Verschwiegenheitserklärungen unterschrieben.

Ein erster Ansatz im Herbst 2013, den unabhängigen Buchhandel als weiteren Vertriebspartner einzubinden, war gescheitert. Der Börsenverein und seine Wirtschaftstochter MVB hatten damals die Optionen für den unabhängigen Buchhandel sondiert. Haupthemmnis war offenbar das Eintrittsgeld, den die sogenannte „Tolino-Allianz“ als Beitrag zu ihren Vorleistungen in Geräte, Infrastruktur und Marketing erwartete.

Hintergründe und warum die Erweiterung der Tolino-Basis für alle Beteiligten ein Gewinn wäre, steht im buchreport.express (hier zu bestellen).

Kommentare

1 Kommentar zu "Öffnung für den Standortbuchhandel"

  1. Das passt doch super zur der anderen Headline:
    „Der Börsenverein sucht nach dem Profil für die Zukunft“ – die MVB schafft es nicht eine Kooperation für die Branche hinzubekommen. Also gemäß den erarbeiteten Ideen die MVB auflösen, eine Lizenz für das VLB vergeben und schon ist ein erster Schritt getan. Dann auch eine Lizenz für die FBM, die Messe und Ausstellungs GmbH auch auflösen, zweites Problem gelöst. Dann die Schulen verkaufen und danach das Hauptproblem angehen. Den Verband auflösen und 2 neue Verbände gründen. Buchhändler und Verleger. Dann sehen wir doch mal ob Kampagnen wie“ Vorsicht Buch“ noch gemacht werden. Dann müssen beide Verbände auf die Kosten achten und verprassen unser aller hart erarbeites Geld nicht bei luxeriösen Treffen auf Sylt und 5* Hotels….
    Die Gehälter der 3 Chefs des BOEV, der MVB und der FBM sind locker eine Million pro Jahr – dieses Geld kann besser angelegt werden….

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