Digitale Weltbücherei made in Harvard

Amerikas Bücherbestand aus Archiven, Büchereien und Museen digital für alle Amerikaner zugänglich zu machen. Und dabei die Informationsmonopole von Google und Amazon brechen. – Mit dieser Idee startete Robert Darnton, Leiter der Harvard-Bibliothek, im Jahr 2010 gemeinsam mit Vertretern amerikanischer Bibliotheken sein Online-Projekt DPLA Digital Public Library of America.

Von der Entstehungsgeschichte dieses Mammutprojekts erzählt der SPIEGEL in seiner aktuellen Printausgabe (Nr. 36). DPLA, seit April 2013 online, umfasst mittlerweile über 7 Mio Publikationen von mehr als 1300 Institutionen. Unter den Büchern sind – wegen der 70-jährigen Schutzfrist des Copyrights – allerdings fast ausschließlich gemeinfreie Werke, was eine Schwäche der DPLA ist. 

Darnton spricht sich dafür aus, neu zwischen den Autorenrechten und dem Allgemeinwohl abzuwägen. Meist nütze die lange Schutzfrist nicht einmal den Autoren selbst, denn kaum eine Neuerscheinung verkaufe sich länger als ein paar Wochen, geschweige denn ein Jahr. „Der Erlös eines meiner Bücher, das vor fast einem halben Jahrhundert erschienen ist, reicht aus, um meine Frau zum Essen einzuladen“, so Darnton. Und: „Aber nur alle zwei Jahre. Und nur dann, wenn sie ihre Hälfte selbst zahlt.“

Darntons Ziel: Mittelfristig Bücher aus der ganzen Welt verfügbar machen.

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