Brüssel steigt ein

Etappenerfolg für den Börsenverein: Die EU-Kommission hat wegen der Kartellrechtsbeschwerde gegen Amazon eigene Vorermittlungen aufgenommen. 
Dies habe der Börsenverein in einem Spitzengespräch mit dem Bundeskartellamt erfahren. „Wir begrüßen es, dass auch die Kommission diesen Sachverhalt untersucht, aber wir hoffen, dass sich die Verfahrenswege dadurch nicht unnötig verlängern“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. Das Bundeskartellamt begleite die Vorermittlungen der EU-Kommission eng. Fakten der Kartellrechtsbeschwerde des Börsenvereins lägen der Kommission vor.

Amazon will die Aktivitäten aus Brüssel nicht kommentieren.

Unterstützung hatte der Verband kürzlich auch von der European and International Booksellers Federation (EIBF) erhalten. Hierzulande hatte Bastei Lübbe-CEO Thomas Schierack Mut gemacht, Amazon die Muskeln zu zeigen; außerdem begrüßte die etwa 100 Mitgliedsverlage zählende Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen  die Kartellbeschwerde.
Der  Kartellrechtsexperte Philipp von Dietze hatte im Interview mit buchreport.express erklärt, dass bis zu einem Einschreiten des Bundeskartellamtes viel Zeit vergehen könnte.
Amazon erklärte zur Beschwerde des Börsenvereins: Anders als vom Börsenverein moniert, würden Lieferungen an Kunden nicht von Amazon verzögert. 

Mehr zum Thema im Dossier von buchreport.de

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